Dead Man Working
Die Kameraarbeit bei "Dead Man Working": Sichtbar machen, was sonst im verborgenen bleibt Bild © hr/Börres Weiffenbach

Börres Weiffenbach ist für seine Kameraarbeit für das vom Hessischen Rundfunk (hr) und der ARD Degeto koproduzierte Banker-Drama „Dead Man Working“ mit dem Deutschen Kamerapreis in der Kategorie „Beste Kamera Fernsehfilm“ ausgezeichnet worden.

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Verliehen wurde der renommierte Preis am Samstag in den Studios des WDR in Köln. Ebenfalls nominiert für den Deutschen Kamerapreis in der Kategorie „Fernsehfilm“ war Stefan Blau für den Schnitt von „Dead Man Working“.

Börres Weiffenbach mache für den Wirtschaftsthriller „Dead Man Working“ mit seiner Kamera das sichtbar, was sonst nur im Verborgenen bleibe: „Menschen, die als Versuchstiere in gläsernen Käfigen eingesperrt sind. Mathematische Formeln, die schwebend grafische Muster auf Menschen und Räume werfen“, so die Begründung der Jury. „Das abstrakte Mach- und Machtwerk der Finanzjongleure versinnlicht sich in seiner Kameraführung auch im Cinemascope-Format, in metallenen Farben und gleißendem, entpersönlichen­dem Licht. Mit rasierklingenscharfer Eleganz schafft Börres Weiffenbach eine optische Ebene, die den hochkomplexen Inhalten dieses Films eine kongeniale Form verleiht.“

Börres Weiffenbach, 1969 in Berlin geboren, schloss 2003 sein Kamerastudium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf ab. Seither fotografierte Weiffenbach mehr als 30 Dokumentarfilme und zwei Spielfilme. Weiffenbachs Bildgestaltung wurde unter anderem zweimal mit dem Grimme-Preis – einmal unter anderem in diesem Jahr ebenfalls für „Dead Man Working“ – und einmal mit dem Deutschen Kamerapreis geehrt.

Zum Inhalt: Der hochrangige Investmentbanker Jochen Walther (Wolfram Koch) ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Zusammen mit seinem persönlichen Assistenten Tom Slezak (Benjamin Lillie) hat er gerade den Deal seines Lebens eingefädelt, als er in der Nacht der Siegesfeier für alle überraschend vom Dach der Bankzentrale in Frankfurt springt. War es Selbstmord oder sogar Mord? Die Börse reagiert nervös, der Aktienkurs beginnt zu fallen. Während der Vorstand alle Schuld von sich weist, erhebt tags darauf seine Witwe in einem Fernsehinterview schwere Vorwürfe: Die Bank soll ihren Mann in den Tod getrieben haben. Ein erbitterter Kampf zwischen der Bank und der Witwe entbrennt. Und mitten drin: Assistent Tom auf der Suche nach der Wahrheit - und einem neuen Mentor.

„Dead Man Working“ war am 2. November im Rahmen der letztjährigen, vom hr mitverantworteten ARD-Themenwoche „Zukunft der Arbeit“ im Ersten zu sehen. Regisseur Marc Bauder hatte sich bereits mit seiner mehrfach ausgezeichneten hr-Dokumentation „Der Banker – Master of the Universe“ einen Namen gemacht. Das Drehbuch stammt von Dörte Franke und Khyana el Bitar. In den Hauptrollen sind Benjamin Lillie, Wolfram Koch, Manfred Zapatka, Jenny Schily, Bernhard Schütz, Michael Rotschopf, Jördis Triebel, Alma Leiberg und Samir Fuchs zu sehen. Die Redaktion lag bei Jörg Himstedt, Liane Jessen (beide hr) und Christine Strobl (ARD Degeto).

Mit dem traditionsreichen Deutschen Kamerapreis werden seit 35 Jahren die herausragenden Leistungen von Bildgestalterinnen und Bildgestaltern sowie Editorinnen und Editoren gewürdigt. Träger des Preises ist der Verein Deutscher Kamerapreis Köln, über die Gewinner entscheiden unabhängige Fachjurys. Der Deutsche Kamerapreis wird in den Kategorien Kinospielfilm, Fernsehfilm, Kurzfilm, Journalistische Kurzformate sowie Dokumentarfilm/Dokumentation vergeben.

Marco Möller
Marco Möller Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de