Jochen Walther (Wolfram Koch, links) und Tom Slezak (Benjamin Lillie)
Jochen Walther (Wolfram Koch, links) und Tom Slezak (Benjamin Lillie) Bild © hr/Börres Weiffenbach

Das Banker-Drama „Dead Man Working“ von Regisseur Marc Bauder, das vom Hessischen Rundfunk (hr) und der ARD Degeto koproduziert wurde, wird mit dem diesjährigen Grimme-Preis geehrt.

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zum Download Wolfram Koch und Benjamin Lillie in "Dead Man Working"

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Das vom Hessischen Rundfunk (hr) und der ARD Degeto koproduzierte Banker-Drama „Dead Man Working“ von Regisseur Marc Bauder wird mit dem diesjährigen Grimme-Preis geehrt. Verliehen wird die renommierte Auszeichnung in der Kategorie „Fiktion“ am 31. März im Theater der Stadt Marl. Der Film war im Rahmen der letztjährigen, vom hr mitverantworteten ARD-Themenwoche „Zukunft der Arbeit“ im Ersten zu sehen. Das hr-fernsehen zeigt „Dead Man Working“ aus gegebenem Anlass noch einmal am Samstag, 1. April, um 21.40 Uhr.

„Der Grimme-Preis ist eine großartige Anerkennung der Arbeit unserer Spielfilmredaktion“, so hr-Fernsehdirektorin Gabriele Holzner über die Ehrung aus Marl. „Besonders, weil damit einer der fiktionalen Höhepunkte der ARD-Themenwoche gewürdigt wird. Die Ehrung des Grimme-Instituts in der wichtigen Kategorie ‚Fiktion‘ zeigt zudem einmal mehr, dass wir mit unseren eigenproduzierten Fernsehspielen immer wieder ganz besondere Qualität hervorbringen.“

„Marc Bauder (Regie), Dörte Franke, Khyana el Bitar (beide Buch) und Börres Weiffenbach (Kamera) haben mit ‚Dead Man Working‘ einen Film geschaffen, der in vielerlei Hinsicht atemberaubend ist“, heißt es in der Begründung der Jury. „Sie erzählen von der Welt der Hochfinanz, die so wenig greifbar ist, von Milliardensummen, die kaum vorstellbar sind, von Glaspalästen, die von Menschen ohne Eigenschaften bewohnt werden, von Finanzjongleuren, die sich aufschwingen, die Welt zu beherrschen. […] Der junge Assistent Tom Slezak (Benjamin Lillie) passt gut hinein in diese Welt der Zahlenreihen, die er wie Zauberformeln an eine Glaswand schreibt. Auch er ist ein Mann ohne Eigenschaften, außerhalb der Bank hat er kein Zuhause, es gibt niemanden, der auf ihn wartet. Dieser vater- und mutterlose Sohn hat in Jochen Walther (Wolfram Koch) einen Mentor gefunden, der ihm beibringt, worauf es in dieser Welt ankommt: dem Gesetz des Geldes zu gehorchen. ‚Dead Man Working‘ ist ein Märchen, eine Sage aus der Welt der Hochfinanz, eine Parabel aus der modernen Arbeitswelt: Es geht um Titanenkämpfe und Menschenopfer, eine Welt ohne Mitleid und ohne Menschlichkeit. Kühl bis ins Mark nähern sich Marc Bauder, Dörte Franke und Khyana el Bitar dieser Welt. Und ebenso kühl verkörpern Benjamin Lillie und Wolfram Koch die beiden Spielertypen, die viel riskieren, aber wenig gewinnen. Sie spielen nicht, sie unterspielen. Ein kühler Film über eine kalte Welt, der sich über alle Erzählkonventionen hinwegsetzt. Hier gibt es keine Identifikationsfiguren. Hier wird nichts ‚runtergebrochen‘, beschönigt oder gar erklärt und dennoch ist dieser Film durch und durch aufklärerisch. ‚Dead Man Working‘ ist in jeder Hinsicht ein Ausnahmefilm: Er ist politisch in seiner Aussage, psychologisch fein beobachtet, rasant im Rhythmus und visuell radikal.“

Namentlich ausgezeichnet werden Regisseur Marc Bauder, die Drehbuchautoren Dörte Franke und Khyana el Bitar, Kameramann Börres Weiffenbach und die Schauspieler Wolfram Koch und Benjamin Lillie. Marc Bauder hatte sich bereits mit seiner mehrfach ausgezeichneten hr-Dokumentation „Der Banker – Master of the Universe“ einen Namen gemacht. Neben Benjamin Lillie und Wolfram Koch sind in weiteren Hauptrollen Manfred Zapatka, Jenny Schily, Bernhard Schütz, Michael Rotschopf, Jördis Triebel, Alma Leiberg und Samir Fuchs zu sehen. Die Redaktion lag bei Jörg Himstedt, Liane Jessen (beide hr) und Christine Strobl (ARD Degeto).

Marco Möller
Marco Möller Bild © hr/Ben Knabe

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Marco Möller
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E-Mail: marco.moeller@hr.de