Die hr-Journalisten Dorothee Kaden und Carsten Schollmann
Die hr-Journalisten Dorothee Kaden und Carsten Schollmann erhalten den DGPPN-Medienpreis. Bild © hr/Valerie Külling

Zwei hr-Journalisten haben den Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus 2017 der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) erhalten: Dorothee Kaden und Carsten Schollmann aus dem Studio Kassel sind damit für ihren Film „Depression – neue Hoffnung?“ geehrt worden.

Download

Download

zum Download Foto: Die hr-Autoren Dorothee Kaden und Carsten Schollmann

Ende des Downloads

Die Redaktion hatte Bettina Oberhauser. Der Film wurde vom Hessischen Rundfunk in Kooperation mit Arte produziert, die Recherchen der Redaktion Wissenschaft starteten bereits im Sommer 2014.

„Die mitreißende Dokumentation taucht tief in die Welt der Depressionsforschung ein, zeigt Perspektiven auf, bleibt dabei aber immer kritisch und sachlich“ heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis wurde am Mittwochabend auf dem World Congress of Psychiatry verliehen und ist mit 5.000 Euro dotiert.

Der Film beschäftigt sich mit einer neuen Spur, die Forscher weltweit verfolgen, um das Geheimnis der Depression zu lüften. Ihre Vermutung: Das Immunsystem ist der Schlüssel, um die Krankheit zu verstehen - und wirkungsvoll zu bekämpfen. Könnte es sein, dass Stress oder falsche Ernährung Entzündungen auslösen, die bei der Entstehung einer Depression eine entscheidende Rolle spielen? Viele Wissenschaftler antworten auf diese Frage mittlerweile mit einem klaren „ja“. Zumindest bei einem Teil der Depressiven, die bisher als hoffnungslose Fälle galten, bei denen klassische Antidepressiva nicht wirkten. Dorothee Kaden und Carsten Schollmann zeigen in ihrem Film die Arbeit von Wissenschaftlern in den USA, Großbritannien und Deutschland an der Schnittstelle zwischen Körper und Gehirn.

Mit dem Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus würdigt die DGPPN hervorragende Leistungen in der Berichterstattung über psychische Erkrankungen in unterschiedlichen Kontexten. Es werden Beiträge in den Kategorien Print- und Onlinemedien, TV und Hörfunk ausgezeichnet. Er wird von der DGPPN in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit verliehen. Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Journalisten.

Michael Draeger
Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und hessenschau
Michael Draeger
Telefon: +49 (0)69 155-3527
E-Mail: michael.draeger@hr.de