Rundfunkratssitzung in K1
Rundfunkratssitzung Bild © hr/Ben Knabe

Der Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks (hr) hat in seiner heutigen öffentlichen Sitzung den Jahresabschluss 2016 genehmigt und den Verwaltungsrat sowie den Intendanten einstimmig entlastet. Im Ergebnis schließt der hr nicht, wie 2015 in der Haushaltsplanung noch angenommen, mit einem Defizit ab, sondern mit einem Überschuss von 29,5 Millionen Euro.

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Die erhebliche Ergebnisverbesserung ist maßgeblich durch eine gesetzliche Veränderung bei der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen erzielt worden. Diese war jedoch einmalig und kann in den folgenden Jahren nicht fortgeschrieben werden. Der positive Abschluss ist darüber hinaus Ergebnis umfangreicher und langfristiger Sparanstrengungen im hr, insbesondere im operativen Bereich.

Der hr im Wandel

hr-Intendant Manfred Krupp erklärte in der Hauptversammlung des Rundfunkrats: „Der positive Haushaltsabschluss 2016 ist auf den ersten Blick erfreulich. Er darf aber nicht über die finanzielle Zukunft des hr hinwegtäuschen. Um zukunftsfähig zu bleiben, planen wir, unser Funkhaus zu einem trimedialen Sender umzubauen. Der ARD-Strukturprozess, bei dem wir uns von einer Arbeitsgemeinschaft zu einem Medienverbund entwickeln, hilft uns sehr, mit immer knapper werdenden Ressourcen auszukommen. Allerdings werden Aufwendungen erst mittel- bis längerfristig gesenkt werden können. Hier braucht es etwas Geduld. Im Ergebnis werden wir als hr effizienter, schneller und digitaler werden, aber im Herzen immer hessisch bleiben.“

hr wichtig für regionale Identität

In der heutigen Sitzung begrüßte der Vorsitzende des hr-Rundfunkrats, Harald Brandes, die Veränderungsbereitschaft des hr und sprach sich für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus: „Der hr ist wichtig für die regionale Identität aller Hessen. Daher bedarf es neben der Bestandssicherung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch einer gelebten Entwicklungsgarantie hin zu einer leistungsfähigen und modernen Rundfunkanstalt. Der hr sollte auf allen denkbaren Verbreitungswegen stark vertreten sein.“

Leistungsfähig und unabhängig

Der Vorsitzende des Verwaltungsrats Armin Clauss forderte eine stabile und ausreichende Finanzierung des Hessischen Rundfunks: „Der Erhalt eines leistungsfähigen und eigenständigen Hessischen Rundfunks ist das oberste Ziel des Verwaltungsrats – besonders jetzt in den von Veränderungen geprägten Zeiten. Dazu braucht der hr, bei allen Sparanstrengungen, langfristig eine solide und sichere Finanzierung. Es ist die Aufgabe des Gesetzgebers, die Grundlagen dazu zu schaffen. Dafür setzen wir uns als Verwaltungsrat ein.“

Der hr-Geschäftsbericht für das Jahr 2016 ist abrufbar unter: www.hr.de.

Christoph Hammerschmidt
Christoph Hammerschmidt Bild © hr/Ben Knabe

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Christoph Hammerschmidt
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