Erinnerungskarte zur Weihefeier der Heppenheimer Synagoge 1900
Erinnerungskarte zur Weihefeier der Heppenheimer Synagoge 1900 Bild © hr/Archiv Heppenheimer Geschichtsverein e.V.

Von den über 130 zwischen 1933 und 1942/43 in Heppenheim lebenden Jüdinnen und Juden fielen mindestens 24 der nationalsozialistischen Verfolgung zum Opfer. Die anderen wanderten aus, wurden vertrieben.

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Von den über 130 zwischen 1933 und 1942/43 in Heppenheim lebenden Jüdinnen und Juden fielen mindestens 24 der nationalsozialistischen Verfolgung zum Opfer. Die anderen wanderten aus, wurden vertrieben. Bis heute geblieben sind lediglich einige wenige Gebäude und Orte, die vom Schicksal der jüdischen Gemeinde Heppenheims zeugen. Diese wird Prof. Dr. Karl Härter vom Heppenheimer Geschichtsverein e.V. am Sonntag, 7. Mai, ab 14 Uhr in einer etwa zweistündigen Führung den Teilnehmern vorstellen. Treffpunkt ist am Martin-Buber-Haus (Graben 15, 64646 Heppenheim). Die Teilnahme ist kostenfrei.

Der zentrale Platz jeder jüdischen Gemeinde ist die Synagoge – Heppenheim hatte sogar zwei davon. Während das Gebäude der ersten bis heute bestehen blieb, wurde die zweite, einst vom Architekten Heinrich Metzendorf entworfene, in der „Reichspogromnacht“ 1938 nahezu vollständig zerstört. Andere Gebäude, Einrichtungen und Orte, die dem Nationalsozialismus standhielten und noch heute symbolhaft für das rege jüdische Leben in Heppenheim stehen, sind das ehemalige jüdische Bad, die Anwesen der Familien Buber, Oberndorf, Hirsch und Sundheimer sowie das ebenfalls von Metzendorf geplante ehemalige Kaufhaus Mainzer. Prof. Dr. Karl Härter wird bei der Führung die noch vorhandenen Gebäude aufsuchen, dabei erläutern, wie während des nationalsozialistischen Regimes und danach mit dem jüdischen Eigentum umgegangen wurde, und Perspektiven eröffnen, um das jüdische Erbe Heppenheims auch in Zukunft zu erhalten.

Die Führung wird vom Heppenheimer Geschichtsverein e.V. organisiert. Sie findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945“, die der Hessische Rundfunk und das Fritz Bauer Institut auf Einladung des Heimat- und Kulturvereins Lorsch bis zum 14. Mai 2017 im Museumszentrum Lorsch präsentieren. Die Ausstellung, deren Entstehung von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert wurde, ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Anmelde- und Informationstelefon ist unter der Telefonnummer 06251 7079928 erreichbar. Alternativ sind Anmeldungen auch per E-Mail unter a.roos@geo-naturpark.de möglich. Gruppenführungen können zum Preis von 50 Euro gebucht werden.

Zahlreiche Partner unterstützen das Begleitprogramm sowie die regionale Präsentation der Ausstellung im Museumszentrum Lorsch: Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge, Auerbacher Synagogenverein, DGB-Ortsverein Bensheim, Evangelisches Dekanat Bergstraße, Forum Kultur Heppenheim e.V., Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger Bensheim, Goethe-Gymnasium Bensheim, Heimat- und Kulturverein Lorsch, Heppenheimer Geschichtsverein e.V., Landkreis Bergstraße, Martin-Buber-Haus, Sparkasse Bensheim, Sparkasse Starkenburg, Stadt Heppenheim, Stadt Lorsch, Stadtarchiv Heppenheim, Stolpersteine Heppenheim e.V. – Erinnern für die Zukunft

Weitere Informationen

Kontakt

Hessischer Rundfunk
Kommunikation / Ausstellungen
Dr. Bettina Leder-Hindemith
Handy: 0173 / 6557351

Heppenheimer Geschichtsverein e.V.
Prof. Dr. Karl Härter
E-Mail: haerter@rg.mpg.de

Begleitprogramm und weitere Informationen:
www.fritz-bauer-institut.de
www.legalisierter-raub.hr.de
www.kulturverein-lorsch.de

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Bettina Leder-Hindemith
Bettina Leder-Hindemith Bild © hr/Ben Knabe