Das Portrait Adele Bloch-Bauer von Gustav Klimt
Das Portrait Adele Bloch-Bauer gilt als eines der bedeutendsten Werke von Gustav Klimt Bild © BR/Stardust Film

Es ist eines der berühmtesten Kunstwerke der Welt: Gustav Klimts „Adele Bloch-Bauer I“, besser bekannt als die „Goldene Adele“. Die Geschichte des Kunstwerks wurde 2015 stark vereinfacht in dem erfolgreichen Spielfilm „Die Frau in Gold“ erzählt und rückte damit wieder in den Fokus der Öffentlichkeit.

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Es ist eines der berühmtesten Kunstwerke der Welt: Gustav Klimts „Adele Bloch-Bauer I“, besser bekannt als die „Goldene Adele“. Die Geschichte des Kunstwerks wurde 2015 stark vereinfacht in dem erfolgreichen Spielfilm „Die Frau in Gold“ erzählt und rückte damit wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Um die Fakten hinter der spannenden Geschichte der „Frau in Gold“ geht es der ARTE-Dokumentation „Die Affäre Klimt“ (OT „Stealing Klimt“), die am Dienstag, 16. Mai, um 19.30 Uhr im Foyer des Hauses der Kirche (Evangelisches Dekanat Bergstraße, Ludwigstraße 13, 64646 Heppenheim) gezeigt wird. Birgit Geimer und Birgit Meurer führen in das Thema ein und diskutieren mit den Zuschauern. Der Eintritt ist frei.

Das zwischen 1901 und 1907 entstandene Gemälde „Adele Bloch-Bauer I“ zeigt die Ehefrau des Wiener Zuckerbarons Ferdinand Bloch-Bauer. Er war es, der das imposante Porträt bei Gustav Klimt in Auftrag gab. Doch die „Goldene Adele“ blieb nicht lange in Familienbesitz. Nachdem Österreich 1938 annektiert worden war, floh der Witwer – Adele war bereits 1925 an Meningitis gestorben – und ließ seine Besitztümer zurück. Österreichische Nazis konfiszierten sie – darunter auch die „Goldene Adele“. Noch lange nach dem Ende des „Dritten Reichs“ hing das Raubgut als Staatseigentum im Belvedere in Wien. Bis Maria Altmann (1916–2011), die Nichte Bloch-Bauers und rechtmäßige Erbin, in einem langen und erbitterten Rechtsstreit um ihr Erbe und für die Gerechtigkeit kämpfte. Sie triumphierte und verkaufte das Gemälde später für einen Rekordpreis. Es wird heute in der Neuen Galerie in Manhattan ausgestellt.

Die Filmvorführung ist eine gemeinsame Veranstaltung des Evangelischen Dekanats Bergstraße und des Martin-Buber-Hauses Heppenheim. Sie findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945“ statt, die der Hessische Rundfunk und das Fritz Bauer Institut auf Einladung des Heimat- und Kulturvereins Lorsch bis zum 14. Mai 2017 im Museumszentrum Lorsch präsentieren. Die Ausstellung, deren Entstehung von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert wurde, ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Anmelde- und Informationstelefon ist unter der Telefonnummer 06251 7079928 erreichbar. Alternativ sind Anmeldungen auch per E-Mail unter a.roos@geo-naturpark.de möglich. Gruppenführungen können zum Preis von 50 Euro gebucht werden.

Zahlreiche Partner unterstützen das Begleitprogramm sowie die regionale Präsentation der Ausstellung im Museumszentrum Lorsch: Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge, Auerbacher Synagogenverein, DGB-Ortsverein Bensheim, Evangelisches Dekanat Bergstraße, Forum Kultur Heppenheim e.V., Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger Bensheim, Goethe-Gymnasium Bensheim, Heimat- und Kulturverein Lorsch, Heppenheimer Geschichtsverein e.V., Landkreis Bergstraße, Martin-Buber-Haus, Sparkasse Bensheim, Sparkasse Starkenburg, Stadt Heppenheim, Stadt Lorsch, Stadtarchiv Heppenheim, Stolpersteine Heppenheim e.V. – Erinnern für die Zukunft

Weitere Informationen

Kontakt

Hessischer Rundfunk
Kommunikation / Ausstellungen
Dr. Bettina Leder-Hindemith
Handy: 0173 / 6557351

Evangelisches Dekanat Bergstraße
Birgit Geimer
Telefon: 06252 673332
E-Mail: geimer@haus-der-kirche.de

Begleitprogramm und weitere Informationen:
www.fritz-bauer-institut.de
www.legalisierter-raub.hr.de
www.kulturverein-lorsch.de

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Bettina Leder-Hindemith
Bettina Leder-Hindemith Bild © hr/Ben Knabe