Das Familiengrab von Samuel und Eva Mainzer und ihrer Tochter Esther, 1831
Das Familiengrab von Samuel und Eva Mainzer und ihrer Tochter Esther, 1831 Bild © hr/Thilo Figaj

Von den über 2000 erhaltenen Gräbern auf dem Alsbacher Judenfriedhof gehören etwa 140 Lorscher Juden. Einige davon wird Thilo Figaj vom Heimat- und Kulturverein Lorsch am Sonntag, 30. April, um 10 Uhr, zusammen mit den Teilnehmern bei einem etwa zweistündigen Rundgang über den Friedhof besuchen.

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Von den über 2000 erhaltenen Gräbern auf dem Alsbacher Judenfriedhof gehören etwa 140 Lorscher Juden. Einige davon wird Thilo Figaj vom Heimat- und Kulturverein Lorsch am Sonntag, 30. April, um 10 Uhr, zusammen mit den Teilnehmern bei einem etwa zweistündigen Rundgang über den Friedhof besuchen. Treffpunkt ist die Nordmauer des Friedhofs (64655 Alsbach-Hähnlein) etwa zehn Minuten vor Beginn des Rundgangs. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl auf 60 Personen begrenzt. Um Voranmeldung bei Thilo Figaj (Telefon: 06251-177318, werktags bis 18 Uhr; E-Mail: t.figaj@kulturverein-lorsch.de) wird gebeten. Bei Regen fällt die Veranstaltung aus.

Der Alsbacher Judenfriedhof wurde 1616 in der vormaligen Landgrafschaft Hessen angelegt. Dem Friedhofsverband gehörten insgesamt 14 jüdische Gemeinden an. Um die Beerdigungen der Orte im Kirchenstaat Kurmainz zu organisieren, gründeten Lorscher Juden 1739 für sich und ihre Nachbarn die Heilige Beerdigungsbruderschaft im Amte Starkenburg. Mit einer Art Sterbekasse unterstützte sie vor allem die Ärmeren dabei, den Grenzübertritt und damit den fälligen Zoll – auch auf die Leiche – zu bezahlen. Noch immer sind elf Grabsteine der 14 Gründungsmitglieder der Bruderschaft erhalten. Das älteste Grab eines Lorscher Juden stammt aus dem Jahr 1709.

Der Rundgang auf dem Alsbacher Judenfriedhof wird vom Heimat- und Kulturverein Lorsch organisiert und ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945“, die der Hessische Rundfunk und das Fritz Bauer Institut auf Einladung des Heimat- und Kulturvereins Lorsch bis zum 14. Mai 2017 im Museumszentrum Lorsch präsentieren.Die Ausstellung, deren Entstehung von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert wurde, ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Anmelde- und Informationstelefon ist unter der Telefonnummer 06251 7079928 erreichbar. Alternativ sind Anmeldungen auch per E-Mail unter a.roos@geo-naturpark.de möglich. Gruppenführungen können zum Preis von 50 Euro gebucht werden.

Zahlreiche Partner unterstützen das Begleitprogramm sowie die regionale Präsentation der Ausstellung im Museumszentrum Lorsch: Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge, Auerbacher Synagogenverein, DGB-Ortsverein Bensheim, Evangelisches Dekanat Bergstraße, Forum Kultur Heppenheim e.V., Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger Bensheim, Goethe-Gymnasium Bensheim, Heimat- und Kulturverein Lorsch, Heppenheimer Geschichtsverein e.V., Landkreis Bergstraße, Martin-Buber-Haus, Sparkasse Bensheim, Sparkasse Starkenburg, Stadt Heppenheim, Stadt Lorsch, Stadtarchiv Heppenheim, Stolpersteine Heppenheim e.V. – Erinnern für die Zukunft

Weitere Informationen

Kontakt

Hessischer Rundfunk
Kommunikation / Ausstellungen
Dr. Bettina Leder-Hindemith
Handy: 0173 / 6557351

Heimat- und Kulturverein Lorsch
Thilo Figaj
Telefon: 06251-177318 (werktags bis 18 Uhr)
E-Mail: t.figaj@kulturverein-lorsch.de

Begleitprogramm und weitere Informationen:
www.fritz-bauer-institut.de
www.legalisierter-raub.hr.de
www.kulturverein-lorsch.de

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Bettina Leder-Hindemith
Bettina Leder-Hindemith Bild © hr/Ben Knabe