Paula Judith Buber als Georg Munk
Paula Judith Buber als Georg Munk Bild © hr

Martin Buber gehört zu den bekanntesten jüdischen Religionsphilosophen und Schriftstellern weltweit. Doch kaum jemand weiß, dass auch seine Ehefrau, Paula Judith Buber, sich als Autorin betätigte. Harald Jost und Birgit Meurer geben am 7. Mai Einblicke in ihr Leben und Werk.

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Martin Buber gehört zu den bekanntesten jüdischen Religionsphilosophen und Schriftstellern weltweit. Doch kaum jemand weiß, dass auch seine Ehefrau, Paula Judith Buber, sich – mit einigem Erfolg – als Autorin betätigte. Ihr Wohnort Heppenheim spielt in ihrem Werk eine besondere Rolle. Harald Jost und Birgit Meurer geben am Sonntag, 7. Mai, um 11 Uhr im Vortragssaal des Martin-Buber-Hauses (Werlestraße 2, 64646 Heppenheim) bei Kaffee, Tee und Gebäck Einblicke in das Leben und Werk Paula Bubers. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Arbeit des Martin-Buber-Hauses und des Stadtarchivs Heppenheim sind herzlich willkommen.

„Der Reichstag brennt“. Diese ersten Worte, die Paula Buber ihrem Protagonisten Dr. Markus in „Muckensturm“ in den Mund legt, sind im Buch der Auftakt einschneidender Ereignisse. In ihrem in den Jahren 1938 bis 1940 in Jerusalem entstandenen Roman zeichnet die Autorin und ehemalige Heppenheimerin die Veränderungen im Alltag der Menschen einer deutschen Kleinstadt nach. Wie es im Vorwort zur Neuauflage von 2008 heißt, sei „eine, irgendeine deutsche Kleinstadt“ gemeint. Die Wogen schlugen dennoch hoch, denn Heppenheim und seine Einwohner standen zweifelsfrei für Ort und Figuren Pate. Dieses literarische Werk, das wie alle Romane und Erzählungen Paula Bubers unter dem Pseudonym Georg Munk erschien, ist ein Zeitzeuge der Veränderungen dieser frühen Jahre im nationalsozialistischen Deutschland – um genau zu sein: im Heppenheim der Dreißigerjahre.

Der Abend über Paula Buber wird gemeinschaftlich vom Martin-Buber-Haus Heppenheim und dem Stadtarchiv Heppenheim organisiert und findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945“ statt. Sie wird vom Hessischen Rundfunk und dem Fritz Bauer Institut auf Einladung des Heimat- und Kulturvereins Lorsch noch bis zum 14. Mai 2017 im Museumszentrum Lorsch präsentiert. Die Ausstellung, deren Entstehung von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert wurde, ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Anmelde- und Informationstelefon ist unter der Telefonnummer 06251 7079928 erreichbar. Alternativ sind Anmeldungen auch per E-Mail unter a.roos@geo-naturpark.de möglich. Gruppenführungen können zum Preis von 50 Euro gebucht werden.

Zahlreiche Partner unterstützen das Begleitprogramm sowie die regionale Präsentation der Ausstellung im Museumszentrum Lorsch: Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge, Auerbacher Synagogenverein, DGB-Ortsverein Bensheim, Evangelisches Dekanat Bergstraße, Forum Kultur Heppenheim e.V., Geschichtswerkstatt Jakob Kindinger Bensheim, Goethe-Gymnasium Bensheim, Heimat- und Kulturverein Lorsch , Heppenheimer Geschichtsverein e.V., Landkreis Bergstraße, Martin-Buber-Haus, Sparkasse Bensheim, Sparkasse Starkenburg, Stadt Heppenheim, Stadt Lorsch, Stadtarchiv Heppenheim, Stolpersteine Heppenheim e.V. – Erinnern für die Zukunft

Weitere Informationen

Kontakt

Hessischer Rundfunk
Kommunikation / Ausstellungen
Dr. Bettina Leder-Hindemith
Handy: 0173 / 6557351

Martin-Buber-Haus Heppenheim
Birgit Meurer
Telefon: 06252 6896810
E-Mail: meurer@iccj.org

Stadtarchiv Heppenheim
Harald Jost
Telefon: 06252 131111
E-Mail: archiv@stadt.heppenheim.de

Begleitprogramm und weitere Informationen:
www.fritz-bauer-institut.de
www.legalisierter-raub.hr.de
www.kulturverein-lorsch.de

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Bettina Leder-Hindemith
Bettina Leder-Hindemith Bild © hr/Ben Knabe