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Im deutschen Fußball rumort es. Während Fan-Vertretungen dem DFB und der Deutschen Fußball Liga vorwerfen, sie würden die Fankultur missachten, drohen Politiker mit strengen Sanktionen. Die hr-Sportredaktion hat beide Seiten ausgiebig befragt und ist immer wieder auf den Wunsch nach einem Dialog und Lösungen gestoßen.

Ausschreitungen bei den Relegationsspielen in Braunschweig und München, Schmähgesänge gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) beim Pokalfinale in Berlin – im deutschen Fußball rumort es. Während Fan-Vertretungen dem DFB und der Deutschen Fußball Liga vorwerfen, sie würden die Fankultur missachten, drohen Politiker mit strengen Sanktionen.

Die hr-Sportredaktion hat beide Seiten ausgiebig befragt und ist immer wieder auf den Wunsch nach einem Dialog und Lösungen gestoßen. So denkt Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius zwar über ein Verbot von Stehplätzen nach. „Die meisten Probleme im Stadion haben wir nun einmal auf den Stehplatzrängen. Wenn also bestimmte gewalttätige Entwicklungen sich nicht eindämmen lassen, dann wird man in letzter Konsequenz darüber nachdenken müssen – bei einzelnen Spielen“, sagte er gegenüber der hr-Sportredaktion. Gleichzeitig betont er aber: „Ich halte aber nichts davon. Ich würde es gerne vermeiden und deshalb will ich mit den Fans reden.“

Fanforscher nimmt Fans in die Pflicht

Kommunikation als Schlüssel, der gemeinsame Dialog als Lösung – auch in den Augen von Jochen Grotepaß der Interessensgemeinschaft „Unsere Kurve“ ist das ein guter Ansatz: „Hier müssten sehr viel mehr Gespräche geführt werden, um vielleicht das eine oder andere an Spitze rauszunehmen.“ Wie dieser Dialog aussehen muss, damit er auch funktioniert, weiß Fanforscher Gunter Pilz. Er nimmt vor allem die Fans in die Pflicht. „Dialog ist nicht, dass sie Forderungen stellen. Dialog ist keine Einbahnstraße. Da muss man auch kompromissbereit sein.“

Sebastian Hübl
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Sebastian Hübl
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