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DFB-Präsident Reinhard Grindel nimmt in der Stadionfrage beim SV Darmstadt 98 die Politiker in die Pflicht. Am Montagabend äußerte sich dazu im hr-Sporttalk „ Heimspiel!“ im hr-fernsehen.

„Städte wie Darmstadt müssen sehen, welche unglaubliche Werbewirkung durch einen Verein wie Darmstadt 98 gerade durch das sympathische Auftreten entsteht“, sagte er und fügte hinzu. „Ich kann nur an die Stadtväter und -mütter appellieren, ihre Verantwortung wahrzunehmen.“ Wegen strenger Auflagen bangen die Lilien um ihr Stadion. Sie warten auf einen konkreten Plan der Stadt in dieser Frage.                      

„Er hat eine Weltauswahl zum Team geformt“

Zum DFB-Pokalfinaleinzug der Frankfurter sagte Grindel: „Der Sieg war wie eine ganz große Befreiung. Die Chance, wieder im ganz großen Fußball mitmischen zu dürfen, hat unglaubliche Kräfte freigesetzt. Die Eintracht war über die 120 Minuten mindestens gleichwertig, und der Einzug ins Finale geht absolut in Ordnung. Es war zu spüren, wie stolz die Mannschaft war, und welch ein großes Werk Trainer Niko Kovač vollbracht hatte. Er hat eine Weltauswahl zum Team geformt. Das ist eine großartige Leistung.“

„Berliner Olympiastadion ist das Wembley in Deutschland“

Der DFB-Präsident äußerte sich auch über das umstrittene Verhalten mancher Fans in den Stadien: „Wir haben mit der DFL auch über die Frage, wie man mit den Schmähungen gegenüber Verantwortlichen und Vereinen umgeht, gesprochen. In den Vereinen selbst sollen mit den Fans Diskussionen über dieses Verhalten geführt werden. Entscheidend ist: Finden wir eine gemeinsame Basis bei der Frage nach der Fankultur? Dazu gehört nicht, dass andere Personen gefährdet oder gar verletzt werden. Wir müssen gemeinsame Strategien erarbeiten.“

„Es geht nicht nach Shanghai“

Grindel sprach im hr-fernsehen auch über die Bedeutung des DFB-Pokals und die Option einer Auslagerung ins Ausland:Das Berliner Olympiastadion ist mittlerweile das Wembley in Deutschland. Wir haben von dem, was wir finanziell ausschütten können, auch den attraktivsten Verbandspokal in ganz Europa. Das wird auch weiterhin in Berlin passieren und es geht nicht nach Shanghai. Wir wollen zwar die Märkte in China und Indien erobern, aber das Pokalfinale ist für den deutschen Fußball das Stelldichein, wo alle dabei sein wollen. Das werden wir so bewahren.“

Sebastian Huebl, Pressereferent
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Pressereferent hr3 und YOU FM
Sebastian Hübl
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