Eckhard Baum, Inhaber der ältesten Videothek Deutschlands
Eckhard Baum, Inhaber der ältesten Videothek Deutschlands Bild © hr

Ein Rettungsversuch für Deutschlands älteste Videothek in Kassel, der Countdown zur Eröffnung des Historischen Museums in Frankfurt und ein Gespräch mit Sebastian Weigle, dem Generalmusikdirektor der Frankfurter Oper – das sind unter anderem die Themen der aktuellen Ausgabe von „Hauptsache Kultur“ am kommenden Donnerstag, 5. Oktober, um 23.15 Uhr im hr-fernsehen.

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Das Ende einer Ära – Steht die älteste Videothek Deutschlands in Kassel vor dem Aus?

Vor 42 Jahren eröffnete Eckhard Baum seine Videothek in Kassel – laut „Guinness Buch der Rekorde“ die erste in Deutschland – laut „Ecki“ Baum selbst sogar die älteste der Welt. Doch jetzt steht die Videothek mit Kultstatus vor dem Aus. Baum wird 80 und hört auf. Das Geschäft läuft schon länger nicht mehr, wie es soll. In Zeiten von Stream und Download gehören Videotheken zu einer aussterbenden Spezies. Immer mehr Videotheken machen dicht. Doch eine Truppe filmbegeisterter Menschen in Kassel will das Ende von Eckis Video-Shop nicht einfach so hinnehmen. Sie basteln an Ideen und Visionen, wie man die Videothek retten und was man aus ihr machen könnte. Doch das braucht Geld – und noch mehr Idealismus. „Hauptsache Kultur“ hat Eckhard Baum und die Videothekenretter in Kassel besucht, wollte wissen, wie gut die Chancen sind, dass der Laden erhalten bleibt. Denn die Zeit wird knapp. Ende Oktober läuft Ecki Baums Mietvertrag ab.

Das neue Historische Museum in Frankfurt – Der Countdown zur Eröffnung läuft

Im Herzen Frankfurts tut sich was: Dort entsteht gerade nicht nur die Altstadt neu, sondern auch das Historische Museum am Römerberg erstrahlt bald in neuem Glanz. Feierlich wird es am kommenden Samstag eröffnet. Nach sechs Jahren Bauzeit ist ein modernes Ausstellungshaus entstanden, das sich architektonisch in das neue Innenstadtbild Frankfurts einpassen soll. „Museumsquartier“ nennen die Verantwortlichen das Ensemble. Der Sandsteinbau zitiert mit seinen Giebeln die im Bombenhagel untergegangene Altstadt, und der neue Museumshof ist als Platz gestaltet worden, der mit seinen Treppenstufen für alle Frankfurter offen steht. Erstaunlich ist auch die Konzeption der Ausstellungen. Auf rund 6.000 Quadratmetern wird den Besuchern gezeigt, was die Mainmetropole gestern und heute ausmacht; wie lebten die Bürgerinnen und Bürger hier einst, und wie tickt die Stadt jetzt? All das soll offen, interaktiv und multimedial präsentiert werden. Die Gäste können in Kommunikation mit ihrer Stadt treten: „Was möchten Sie denn bitte sehen von ihrer Stadt?“, fragt ein Display. „Frankfurt als Hauptstadt des Verbrechens oder als Geldstadt oder als Industriestadt, oder als jüdische Stadt?“ Aber wird das auch alles beim Publikum ankommen? „Hauptsache Kultur“ war bei den letzten Arbeiten dabei und hat exklusiv den Museumsdirektor Jan Gerchow bei einem Rundgang durch die Ausstellungsräume begleitet. Wie nervös ist er kurz vor der Eröffnung seines Museums?

Der Generalmusikdirektor der Frankfurter Oper - Warum Sebastian Weigle bei Proben gerne selber singt

Viel muss Sebastian Weigle nicht erklären, wenn er – der Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt – mit seinem Orchester probt. Stattdessen singt er lieber: So verinnerlicht er sich auch die Partituren. An der New Yorker Met hat er mit Weltstars geprobt, Tourneen haben ihn um die ganze Welt und zu Spitzenorchestern geführt – aber seine musikalische Heimat ist die Oper Frankfurt. Sebastian Weigle, Sohn eines Kirchenmusikers aus Ost-Berlin, hat nach einer Karriere als Solo-Hornist verschiedene Orchester geleitet, bis 2023 wird er Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt sein. Für die neue Spielzeit hat er sich die Oper „Peter Grimes“ von Benjamin Britten vorgenommen.  „Hauptsache Kultur“ hat Sebastian Weigle bei seiner Arbeit besucht und ist dabei, wenn er das Beste aus seinem Orchester herausholt.

Außerdem in der Sendung:

- Die Landshut ist zurück – Warum die ehemalige Stewardess Gabriele von Lutzau das legendäre Terror-Flugzeug als wichtiges Mahnmal sieht und sich für ihre Rückkehr eingesetzt hat
- Kann das weg? Kunstkenner Christian Saehrendt ermittelt – Die „Boxhaltestelle“ in Wiesbaden

„Hauptsache Kultur“ berichtet über Kulturhighlights in Hessen, über Trends und Tendenzen, über Skandale und Flops. Das aktuelle Kulturmagazin stellt aufregende Macher der hessischen Kulturszene vor, blickt hinter die Kulissen, mischt sich meinungsstark in Debatten ein: aktuell, überraschend, kontrovers. Präsentiert wird das Kulturmagazin von Cécile Schortmann.

Marco Möller
Marco Möller Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de