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Der mutmaßliche Mörder von Johanna Bohnacker wollte 2011 offenbar ein Kind entführen und wurde dabei in ein Handgemenge mit dem Vater verwickelt. Den Fall bestätigt die Staatsanwaltschaft gegenüber der „Hessenschau“ im hr-fernsehen.

Das damals sieben Jahre alte Kind war auf der Straße vor dem Haus der Familie in Friedrichsdorf-Köppern unterwegs. Die Mutter des Mädchens erzählt der "Hessenschau": "Dann ist er hinterher und hat sie umklammert und festgehalten und geschrien: mein Mädchen, mein Mädchen." Der Vater und die Mutter kämpften mit dem Mann um die schreiende Tochter. Erst als ein Nachbar zu Hilfe kam, gelang es, das Mädchen zu befreien. Der Mann floh zu Fuß und wurde nach kurzer Zeit von mehreren Polizisten überwältigt und, da er offensichtlich unter Drogeneinfluss stand, in die Psychiatrie eingewiesen. Der Vater stellte Strafantrag wegen Körperverletzung. Der Bruder des überfallenen Mädchens fragt sich, warum die Anzeige fallengelassen wurde: "Das kann nicht sein, dass die Polizei vor sechs Jahren nicht mehr weiterermittelt hat."

Bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Frankfurt sagte man auf die Frage, ob man auch in Richtung Johanna Bohnacker ermittelt hätte: "Damals hatte es keine Anhaltspunkte gegeben um eine Verbindung zum Fall Johanna Bohnacker herzustellen." 

Den ausführlichen Beitrag mit den Interviews der Familie des beinahe entführten Mädchens zeigt das hr-fernsehen am heutigen Montag um 19.30 Uhr im Regionalmagazin „Hessenschau“.

Christian Bender
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