Volker Bouffier im Gespräch mit Ute Wellstein
Volker Bouffier im Gespräch mit Ute Wellstein Bild © hr/Franco Foraci

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, CDU, will für eine weitere Amtszeit kandidieren. Dazu bekannte er sich im Sommerinterview des hr-fernsehens zum ersten Mal öffentlich.

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„Hessen ist ein so faszinierendes Land, wir stehen toll da: Das Land zu führen ist eine große Verantwortung, es ist aber auch eine Freude. Die Arbeit ist noch nicht fertig, und deshalb bin ich bereit, das weiter zu führen.“ Die Leiterin des hr-Studios Wiesbaden, Ute Wellstein, hatte ihn gefragt, was besser zu ihm passe: der Ruhestand mit 67 oder arbeiten über das Alter von 70 Jahren hinaus. Den Vorschlag Ruhestand quittierte Bouffier mit einem Kopfschütteln: „Ich habe mein ganzes Leben immer gerne gearbeitet, und daran hat sich nichts geändert.“

Den hessischen Eltern stellte Bouffier finanzielle Entlastungen bei den Kita-Gebühren in Aussicht. Damit reagierte er auf den Vorwurf der SPD, er habe sein Wahlversprechen, den normalen Kindergartenbesuch gebührenfrei zu stellen, nicht gehalten. „Ich bin so lange in der hessischen Politik. Ich weiß sehr genau, wenn man etwas verspricht, muss man es auch halten, und meine Absicht ist klar, dass wir das auch tun.“ Auf die Frage, ob die Kita-Gebühren in Hessen fallen werden, antwortete er: „Wenn wir was machen, ist es so, dass wir Qualität steigern, dass wir die Familien finanziell entlasten und dass wir zeigen, dass wir in Hessen sehr gut vorn sind im deutschlandweiten Vergleich. Darum geht es, und das wird gelingen.“

Angesichts der jüngsten Terroranschläge zeigte sich Bouffier zuversichtlich, dass die „Ideologie aus religiösem Wahn und Verbrechertum“ die westliche Gesellschaft nicht besiegen werde. „Natürlich muss es unser Ziel sein, diesen Terror zu besiegen: Indem wir uns durch die Terroristen nicht einschüchtern lassen, nicht unser Leben verändern, nicht in Angst leben … Ich glaube, das gelingt.“

Das Interview wurde am Ufer der Lahn in Bouffiers Heimtstadt Gießen geführt. Dort hat er als Kind schwimmen gelernt – und hin und wieder auch Schiffbruch erlitten: „Meine Freunde und ich, wir hatten uns ein Floß gebaut. Die Eltern waren Gott sei Dank nicht informiert, sonst hätten die natürlich allergrößte Angst gehabt. Da sind wir dann rumgeschippert, manchmal sind wir auch untergegangen. Und damit das halt klappt, war auch klar: Man musste schnell schwimmen lernen.“

Das Interview führte Ute Wellstein, Leiterin des hr-Fernsehstudios im Landtag. Eine Zusammenfassung des Gesprächs zeigt die „Hessenschau“ am heutigen Freitag um 19.30 Uhr. Das gesamte Interview strahlt das hr-fernsehen am Montag, 21. August, um 22.45 Uhr aus.

Marco Möller
Marco Möller Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de