Bob (links) und Florian (rechts) mit einem Kunden in Bobs "Hairbase"
Bob (links) und Florian (rechts) mit einem Kunden in Bobs "Hairbase" Bild © hr

Sie kennen sich nicht, aber sie werden sich kennenlernen: ein Friseurmeister mit afrikanischen Wurzeln aus dem Frankfurter Bahnhofsviertel und der Kreisvorsitzende der AfD Kassel Land. „Puls 180 – Wie tickst du denn?“ heißt die neue Sendung im hr-fernsehen, und sie bringt Menschen zusammen, die im Alltag vermutlich nie in direkten Kontakt miteinander kommen würden.

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zum Download Foto: Bob und Florian bei "Puls 180"

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Am Dienstag, 23. Mai, um 20.15 Uhr treffen der zwanzigjährige Florian aus Bad Karlshafen, Kreisvorsitzender der AfD Kassel Land, und Bob, 51 Jahre alt, aufgewachsen in Kairo, Boston und Frankfurt, aufeinander. Sie lassen sich auf das Treffen ein, ohne zu wissen, wer der andere ist. Sie wissen nur, dass sie jeweils einen Tag in der Lebenswelt des anderen verbringen werden – und dass diese Welt ganz anders ist als ihre eigene. Bob lebt seit vierzig Jahren in Deutschland und ist Inhaber der „Hairbase“. Sein Friseurgeschäft und Barbershop liegt in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Hauptbahnhof. Er ist Sohn einer eritreischen Familie, die als Oppositionsanhänger vor Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat fliehen musste. Nach Stationen in Ägypten und den USA kam Bob als Kind nach Frankfurt. Er zeigt Florian seine multikulturelle Lebenswelt zwischen Bankentürmen und Rotlichtviertel, bevor er selbst zu Gast in Bad Karlshafen ist. Dort trifft er auf Wähler und Mitglieder der AfD, erlebt deren Sorgen und den demografischen Wandel, der die nordhessische Kurstadt hart getroffen hat.

Die hr-Filmautoren Gunnar Henrich und Roberto Tossuti führen selbst die Kameras. Unvoreingenommen beobachten sie die Begegnung der Akteure. Unverstellt zeigen Florian und Bob einander ihre Weltsicht und ihre Emotionen. Beide erleben dabei Momente, in denen es ihnen die Sprache verschlägt – und der Puls steigt. Die Reportage macht ernst mit der Idee, dass Menschen lieber miteinander statt übereinander reden sollen – und liefert so überraschende Erkenntnisse und kontroverse Diskussionen.