Die Geigerin Tianwa Yang
Die Geigerin Tianwa Yang Bild © hr/Irène Zandel

Die Weltklassegeigerin Tianwa Yang und ihre Lieblingsplätze in Kassel, das Vermächtnis des legendären Tierfilmers und Frankfurter Zoodirektors Bernhard Grzimek und ein denkwürdiges Kunstwerk aus Eisenbahngleisen in Offenbach – das sind unter anderem die Themen der aktuellen Ausgabe von „Hauptsache Kultur“ am kommenden Donnerstag, 11. Mai, um 22.45 Uhr im hr-fernsehen.

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Musik ist ihre Sprache – Die Geigerin Tianwa Yang aus Kassel

Sie gehört zur Weltelite an der Geige, arbeitet als Solistin mit internationalen Orchestern in Hongkong, London, Köln, Straßburg, Helsinki und Athen: die Chinesin Tianwa Yang. 2014 und 2015 wurde sie mit dem Echo-Klassik ausgezeichnet – erst als beste Nachwuchskünstlerin, dann als beste Instrumentalistin. Seit vier Jahren lebt die Ausnahmemusikerin in Kassel. Damals bekam sie eine Dozentenstelle an der Musikakademie. Mittlerweile ist sie zugleich auch Professorin an der Hochschule der Künste in Bern. Ein Leben aus dem Koffer, in ständiger Bewegung und mit einem eng getakteten Zeitplan: In Zügen und Flugzeugen bereitet sie sich auf ihre Konzerte vor, liest und verinnerlicht die Partituren. Musizieren sei vor allem Kopfsache, sagt sie. Ihre Vita liest sich wie eine Aneinanderreihung von Fügungen und Zufällen: Tianwa Yang wird im April 1987 in Peking geboren. Als sie vier Jahre alt ist, suchen ihre Eltern einen Kindergarten und entscheiden sich für einen Musik-Kindergarten, weil der am verkehrsgünstigsten liegt. Dort entdeckt ihre Klavierlehrerin bei der kleinen Tianwa das absolute Gehör. Ihre Eltern, ein KFZ-Mechaniker und eine Buchhalterin, können sich aus finanziellen Gründen kein Klavier leisten, schenken ihrer Tochter deshalb eine Geige – und bereiten so den Weg in die Weltklasse. „Hauptsache Kultur“ trifft Tianwa Yang in Kassel, spricht mit ihr über ihr Leben, ihre Vita und lässt sich ihre Lieblingsplätze in Kassel zeigen.

„Serengeti darf nicht sterben“ – Warum das Erbe von Bernhard Grzimek lebt 

30 Jahre ist er inzwischen tot – der legendäre Tierfilmer, Frankfurter Zoodirektor und Wegbereiter des Naturschutzes: Bernhard Grzimek. Doch sein Erbe lebt. Mitte Mai werden seine Tierfilmklassiker wieder aufgelegt: digital restauriert und in Full-HD: „Kein Platz für wilde Tiere" wurde 1956 auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet, „Serengeti darf nicht sterben" erhielt 1960 sogar den Oscar für den besten Dokumentarfilm. Das ist lange her. Doch der Charme, den die Filme verströmen, ist mehr als nur nostalgisch. Grzimek empörte sich darin über das Abschlachten von Wildtieren und zog entschlossen gegen Großwildjagden zu Felde. Damit rüttelte er nicht nur das Bewusstsein für den Artenschutz wach, sondern setzte auch filmisch Maßstäbe. „Hauptsache Kultur“ unterhält sich mit Ralph Thoms – dem Leiter von Naturvision, dem größten und ältesten Festival von Natur-, Tier- und Umweltfilmen in Deutschland – und trifft Manfred Niekisch, Zoodirektor in Frankfurt und einer der Nachfolger von Bernhard Grzimek.

Ist das Kunst oder kann das weg? – Die „Doppelhelix“ in Offenbach

Ein jeder kennt sie, die kuriosen – und häufig amüsanten – Geschichten von Kunstwerken, die nicht als solche erkannt und so zum Opfer übereifriger Putzkräfte wurden. Joseph Beuys‘ berühmt-berüchtigte „Fettecke“ ist sicherlich das prominenteste Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Künstler mit ihren Werken an einem allgemeinen, klassischen und vielleicht auch massenkompatiblen Kunstverständnis anecken. Frei nach dem Motto „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ begibt sich der Kunsthistoriker, Publizist und gebürtige Kasselaner Christian Saehrendt für „Hauptsache Kultur“ auf die Suche nach Kunstwerken im öffentlichen Raum. – Am Ufer des Mains in Offenbach stimmt etwas nicht: Man sieht Gleise und Schwellen, die sich – wie von Geisterhand verbogen – 15 Meter hoch um eine gelbe Stütze empor schrauben. Es handelt sich um eine Plastik des Designers Frank Flaskämper. Der Titel: „Doppelhelix“. Als 2008 die Schienen der alten Hafenbahn demontiert werden sollten, setzten sich Studierende und Professoren der benachbarten Hochschule für Gestaltung für den Erhalt eines 300 Meter langen Teilstücks ein. Irgendwie erinnert das Ganze an ein überdimensionales Modell der menschlichen DNA. Ist das Kunst? Oder kann das weg? Ein neuer Fall für Christian Saehrendt.

„Hauptsache Kultur“ berichtet über Kulturhighlights in Hessen, über Trends und Tendenzen, über Skandale und Flops. Das aktuelle Kulturmagazin stellt aufregende Macher der hessischen Kulturszene vor, blickt hinter die Kulissen, mischt sich meinungsstark in Debatten ein: aktuell, überraschend, kontrovers. Präsentiert wird das Kulturmagazin von Cécile Schortmann.

Marco Möller
Marco Möller Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de