"Wilde Camper" im Gallus
Wilde Camper: Die Moderatoren Julia Tzschätzsch und Daniel Mauke Bild © hr/Marco Möller

Steigende Mieten, Luxus-Bauten, teure Sanierungen – das Gallus hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt wie kaum ein anderer Frankfurter Stadtteil.

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Die hr-Moderatoren Julia Tzschätzsch und Daniel Mauke gehen der Sache auf den Grund: Als „Wilde Camper“ haben sie sich auf den Weg gemacht ins Gallus und fragen ganz provokativ: Ist der Stadtteil, ist ganz Frankfurt bald nur noch für Reiche? Antworten auf alle diese Fragen gibt es am Dienstag, 19. September, um 21 Uhr im hr-fernsehen bei „Wilde Camper“.

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"Wilde Camper" im Gallus

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Wie es sich für echte Camper gehört, reisen die beiden mit eigenem Wohnwagen an – und der dient nicht nur als Fernsehstudio, in ihm wird auch gekocht, musiziert und vor allen Dingen eifrig diskutiert: Die „Wilden Camper“ unterhalten sich mit Bürgern aus dem Gallus – darunter darunter Gallus-Bewohner Jenifer Plater und Matze Schmidt – über die Stimmung im Viertel, lassen sich von Soziologe Carsten Keller erklären, wie „alte“ und „neue“ Gallus-Bewohner zusammenwachsen können, konfrontieren OB Peter Feldmann mit den Vorwürfen der Bewohner und lassen sich von Luxus-Makler Oliver Gripp einen Einblick in die Branche und eine Prognose für die Zukunft geben. Für Musik sorgt das Gallus-Duo „Klein & Glücklich“, und zur Stärkung für alle zaubert Gallus-Original Christa Schwandes vom Imbiss „Christas Lädchen“ einen schmackhaften Gulasch.

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Die Moderatoren Julia Tzschätzsch und Daniel Mauke.

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Am Ende steht – wie beim echten Campen – natürlich die spannende Frage: Wollen die „Wilden Camper“ hier bleiben? Können die Menschen im Gallus die beiden überzeugen, dass das Leben hier lebenswert ist?

Drei Fragen an die „Wilden Camper“:

Was ist der „rote Faden“, der sich durch die Sendung zieht?

Daniel Mauke: In Frankfurt haben viele Menschen Angst, dass sie sich ihr Zuhause nicht mehr leisten können. Es gibt viel zu wenig Wohnungen für Menschen mit normalem oder geringem Einkommen. Und diese Menschen haben Angst, dass sie irgendwann aus der Stadt rausziehen müssen.

Julia Tzschätzsch: Das große Thema für uns ist auch die „Nachbarschaft“. Das Gallus war lange Zeit ein Viertel für Menschen, die eben nicht so viel Geld haben, und plötzlich entstehen dort Luxus-Wohntürme mit Wohnungen zu horrenden Preisen. Ist da überhaupt ein nachbarschaftliches Zusammenleben möglich?

Was hat euch während der Dreharbeiten am besten am Gallus gefallen, was war euer persönlicher „Aha-Effekt“?

Daniel Mauke: Es ist ein hoch emotionales Thema, die Sorgen der Menschen sind riesig, das spürt man sofort. Manche sind in Tränen ausgebrochen, weil sie nicht wissen, wie sie die drastisch erhöhten Mieten bezahlen sollen. Das hat mich schon beeindruckt, und ich war froh, dass viele zu unserem Camper gekommen sind.

Julia Tzschätzsch: Man stößt beim Thema „Wohnungsnot“ aber auch ganz schnell an seine journalistischen Grenzen: Wir haben tagelange Recherche im Gallus betrieben, haben Mieter getroffen, die uns schlimme Geschichten von mobbenden Vermietern und Drangsalierungen erzählt haben - es war jedoch extrem schwierig, diese Geschichten vor die Kamera zu bekommen. Wir sind froh, dass wir es geschafft haben – unsere Informanten haben wir zu ihrem eigenen Schutz unkenntlich gemacht.

Geht ihr auch privat campen, oder war das eine Premiere für euch?

Julia Tzschätzsch: Früher habe ich mit meinen Eltern und Geschwistern viele Urlaube auf Campingplätzen verbracht – meine Eltern hatten ein Wohnmobil und sind damit durch halb Europa getourt. Im Moment arbeite ich noch daran, meinen Mann für einen Campingurlaub zu begeistern.

Daniel Mauke: Als ich noch klein war, waren meine Eltern oft mit mir campen. Damals fand ich es toll. Dann war viele Jahre Camping-Pause, und jetzt bin ich froh, dass ich mal wieder Outdoor-Atmosphäre schnuppern durfte. Essen vom Campingkocher hat einfach viel Charme! Haha!

Marco Möller
Marco Möller Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de