Moderatoren vor einem Wohnwagen
Die "Wilden Camper" Daniel Mauke, Julia Tzschätzsch und Danny Morgenstern (v.l.n.r.) Bild © hr/Sascha Gude

„Der Vogelsberger stirbt aus“ – eine Schlagzeile, die die Menschen im Landkreis häufig auf die Palme bringt. Jetzt behaupten Studien: Ganz konkrete Ortsteile werden sterben. Viele Dorfbewohner wollen das nicht hinnehmen und kämpfen für ihre Heimat – auch in Sellnrod.

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Die hr-Moderatoren Daniel Mauke, Julia Tzschätzsch und Danny Morgenstern gehen der Sache auf den Grund: Als „Wilde Camper“ haben sie sich auf den Weg gemacht in den Mücker Ortsteil und fragen ganz provokativ: Ist Sellnrod lebenswert? Oder kann Sellnrod weg? Das hr-fernsehen zeigt „Wilde Camper“ am Dienstag, 28. März, um 20.15 Uhr; nach der Ausstrahlung ist der Film zudem sieben Tage lang online in der hr-Mediathek abrufbar.

Wie es sich für echte Camper gehört, reisen die drei mit dem eigenen Wohnwagen an – und der dient quasi nicht nur als Fernsehstudio, in ihm wird auch gekocht, gespielt, musiziert und vor allen Dingen eifrig diskutiert: Warum soll hier bald Schluss sein? Lohnt es sich, für den Ort zu kämpfen? Und wie reagieren die Sellnröder, wenn plötzlich ein Vertreter der verhassten Sterbetheorie vor ihnen steht?

Gemeinsam mit den Sellnrödern hat sich das hr-Trio außerdem jede Menge wilder Ideen für das Überleben des idyllischen Dörfchens einfallen lassen. So wurde beispielsweise flugs die geschlossene Dorfkneipe wiedereröffnet, außerdem ein Shooting für einen sexy Kalender gemacht und die Sellnröder erotisch in Pose gesetzt. In der Rubrik „Talente gesucht“ konnte zudem jede Menge Lokalprominenz sein Können unter Beweis stellen, unter anderem der Gospelchor „Swinging Voices“, der Krippenbauer Walter Frey und der Musiker Tobias Müller – allesamt waschechte Sellnröder.

Am Ende steht natürlich die spannende Frage: Konnten die Sellnröder die „Wilden Camper“ überzeugen, dass das Leben im Vogelsberg durchaus lebenswert ist und „ihr Dorf“ auf keinen Fall vom Aussterben bedroht ist? Kurz und knapp: Reicht es am Ende für den goldenen Gartenzwerg?

Drei Fragen an die „Wilden Camper“:

Was ist der „rote Faden“, der sich durch die Sendung zieht?

Daniel Mauke: Der rote Faden ist die provokante Frage: Ist es lebenswert hier, oder kann das weg? Die Dorfbewohner müssen beweisen, dass ihr Örtchen nicht „sterben“ soll.

Julia Tzschätzsch: Dafür müssen die Sellnröder quasi ein Feuerwerk an „Challenges“ gewinnen! Schaffen sie es, die geschlossene Kneipe wieder zum Beben zu bringen? Kriegen sie genug Fotos für einen sexy Jahreskalender zusammen? Gelingt es, in der kleinen Camper-Küche ein heimisches Gericht zu kochen, das auch schmeckt? Nur dann gibt es den goldenen Gartenzwerg und das Prädikat „lebenswert“.

Was hat euch während der Dreharbeiten am besten an Sellnrod gefallen, was war euer persönlicher „Aha-Effekt“?

Daniel Mauke: Mein Aha-Effekt war auch, dass viele Sellnröder am Anfang schon irritiert waren. Die dachten: „Was haben die jetzt hier vor? Was soll das alles?“ Im Laufe der Sendung kam aber immer mehr der Kampfgeist und die Dorfgemeinschaft durch, und irgendwann wollten sie es uns und der „Sterbetheorie“ nur noch beweisen.

JuliaTzschätzsch: Als Frankfurterin war es für mich weniger Aha-Effekt als eine langsam wachsende Erkenntnis: Du hast auf dem Land ja sooo viel mehr Platz als in der Stadt. Riesige Grundstücke, Mega-Gärten – in der Großstadt muss man hingegen um jeden Quadratmeter kämpfen.

Geht ihr auch privat campen, oder war das eine Premiere für euch?

Julia Tzschätzsch: Ich komme quasi aus einer Camping-Familie, meine Eltern touren im Moment sogar mit dem Wohnmobil durch Europa.

Daniel Mauke: Als ich noch klein war, waren meine Eltern oft mit mir campen. Damals fand ich es toll. Dann war viele Jahre Camping-Pause, und jetzt bin ich froh, dass ich mal wieder Outdoor-Atmosphäre schnuppern durfte. Essen vom Campingkocher hat einfach viel Charme! Haha!

Danny Morgenstern: Für mich war’s eine Premiere. Grundsätzlich ist mir das kleinste Hotelzimmer lieber als der größte Campingwagen. Ich befolge stets die Regel: Ich schlafe nicht in einem Fahrzeug. Fahrzeuge parken ja auch nicht in meinem Schlafzimmer.

Marco Moeller, Pressereferent
Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de