Die Moderatoren Julia Tzschätzsch und Daniel Mauke
Wilde Camper: Die Moderatoren Julia Tzschätzsch und Daniel Mauke. Bild © hr/Marco Möller

Sie leben im ärmsten Dorf Hessens und bekommen die wenigsten Kinder: Es sieht nicht gut aus für die Menschen in Weißenborn im Werra-Meißner-Kreis. Wie kann man hier nur leben?

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Die hr-Moderatoren Julia Tzschätzsch und Daniel Mauke gehen der Sache auf den Grund: Als „Wilde Camper“ haben sie sich auf den Weg gemacht in den Werra-Meißner-Kreis und fragen ganz provokativ: Warum ist Weißenborn so klamm? Die wenigen Kinder – woran liegt’s? Und die wichtigste Frage: Wie kann man in Weißenborn trotzdem glücklich sein? Antworten auf alle diese Fragen gibt es am Dienstag, 12. September, um 21 Uhr im hr-fernsehen bei „Wilde Camper“.

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Wie es sich für echte Camper gehört, reisen die beiden mit eigenem Wohnwagen an – und der dient nicht nur als Fernsehstudio, in ihm wird auch gekocht, musiziert und vor allen Dingen eifrig diskutiert - unter anderem unterhalten sich die „Wilden Camper“ mit Bürgern aus Weißenborn, lassen Bürgermeister Thomas Mäurer und seinen Vater und Amtsvorgänger Arno zu Wort kommen, fragen Glücksforscher Tobias Rahm, was es braucht, um in Weißenborn glücklich zu sein, und lassen sich von Tourismusexperte Marco Lenarduzzi Tipps zur Zukunft des Ortes geben. Für Musik sorgen die Wildecker Herzbuben, und zur Stärkung für alle zaubert Landfrau Lydia Janiusch aus Weißenborn einen leckeren „Eisenkuchen“.

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Die Moderatoren Julia Tzschätzsch und Daniel Mauke.

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Am Ende steht – wie beim echten Campen – natürlich die spannende Frage: Wollen die „Wilden Camper“ hier bleiben? Konnten die Weißenborner die beiden überzeugen, dass das Leben hier lebenswert ist?

Drei Fragen an die „Wilden Camper“:

Was ist der „rote Faden“, der sich durch die Sendung zieht?

Daniel Mauke: Wir sind nach Weißenborn gefahren, weil die Menschen dort das niedrigste Einkommen in ganz Hessen haben, sagt zumindest die Statistik. Zudem war auch die Geburtenrate nirgends niedriger. Da haben wir uns gefragt, ob man in so einem Ort überhaupt glücklich werden kann.

Julia Tzschätzsch: Und das ist auch der rote Faden: die Frage nach dem großen Glück. Jedem, der zu uns in den Campergarten kam, haben wir diese Frage gestellt, und für die Weißenbörner gab es eine Herausforderung: Schaffen es zehn Leute, uns bis zum Ende der Sendung einen Gegenstand zu bringen, der sie glücklich macht?

 Was hat euch während der Dreharbeiten am besten an Weißenborn gefallen, was war euer persönlicher „Aha-Effekt“?

Daniel Mauke: Am Anfang waren viele in Weißenborn ziemlich sauer, dass wir so einen provokanten Titel gewählt haben und sie mit der Sendung ein Stück weit auch provozieren. Irgendwann ist das aber in Enthusiasmus und eine charmante Trotzigkeit umgeschlagen. Sie wollten uns einfach das Gegenteil beweisen: dass es toll ist in ihrem Dorf.

Julia Tzschätzsch: Der unglaubliche Zusammenhalt, den es dort gibt, hat mich beeindruckt. Gefühlt kennt in Weißenborn jeder jeden und hilft dort, wo Not am Mann ist. Das fand ich wirklich toll.  

Geht ihr auch privat campen, oder war das eine Premiere für euch?

Julia Tzschätzsch: Früher habe ich mit meinen Eltern und Geschwistern viele Urlaube auf Campingplätzen verbracht - meine Eltern hatten ein Wohnmobil und sind damit durch halb Europa getourt. Im Moment arbeite ich noch daran, meinen Mann für einen Campingurlaub zu begeistern.

Daniel Mauke: Als ich noch klein war, waren meine Eltern oft mit mir campen. Damals fand ich es toll. Dann war viele Jahre Camping-Pause, und jetzt bin ich froh, dass ich mal wieder Outdoor-Atmosphäre schnuppern durfte. Essen vom Campingkocher hat einfach viel Charme! Haha!

Marco Möller
Marco Möller Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de