J.D.Vance
J.D.Vance Bild © HR/Ullstein Buchverlage GmbH/Luke Fontana

Die Autobiografie von J.D. Vance „Hillbilly Elegie“ erschüttert die USA. "ttt" hat ihn in Middletown besucht und zeigt das Gespräch am 2. April um 23.05 Uhr im Ersten.

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Sein enormer Erfolg ist statistisch gesehen unwahrscheinlich. Denn der Investmentbanker und Bestsellerautor J.D. Vance wuchs in Middletown, Ohio, in einem Milieu auf, das – für diese Gegend typisch – von Armut, Gewalt und Drogen geprägt ist. Vance entstammt der weißen amerikanischen Arbeiter- und Unterschicht, die von Außenstehenden oft abfällig als „weißer Müll“ bezeichnet wird. Vance ist diesem Milieu entkommen, hat an der renommierten Yale Law School Jura studiert und jetzt das „Buch zur Stunde“ geschrieben. In seiner Autobiografie „Hillbilly Elegie – Die Geschichte meiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise“, die jetzt auch in Deutschland erscheint, beschreibt Vance so einfühlsam und scharfsichtig wie kein anderer die Misere einer ganzen Bevölkerungsschicht. „Viele Amerikaner nennen sie Hillbillys, Rednecks oder White Trash. Ich nenne sie Nachbarn, Freunde und Verwandte", sagt Vance – und trifft damit ins Herz. „Hillbilly Elegie“ belegt in den USA seit Monaten die Spitzenplätze der Bestsellerlisten. Anhand seiner eigenen Familiengeschichte – der Großvater Alkoholiker, die Großmutter gewalttätig, die Mutter drogenabhängig – zeigt der Schriftsteller auf, warum es für die „Hillbillys“, die sich abgehängt fühlen vom Rest der Gesellschaft, trotzdem logisch war, ausgerechnet dem privilegierten Milliardär aus New York, Donald Trump, ihre Stimme zu geben. Und Vance warnt: Wenn Amerika das „Hillbilly-Problem“ nicht löse, werde „das ganze Land den Bach runtergehen“.

„ttt – titel, thesen, temperamente“ trifft J.D. Vance und besucht das inzwischen zu trauriger Berühmtheit gelangte Middletown in Ohio. Die Sendung kommt am Sonntag, 2. April, vom Hessischen Rundfunk (hr) und ist um 23.05 Uhr im Ersten zu sehen; es moderiert Max Moor.

Außerdem bei „ttt“:

Die Holocaust-Lüge vor Gericht – Mick Jacksons  Film „Verleugnung“ erzählt die wahre Geschichte eines weltbewegenden Prozesses: „ttt“ trifft die amerikanische Historikerin Deborah Lipstadt, die durch diesen legendären Prozess ein Zeichen setzte, und befragt die Schriftstellerin und damalige Prozessbeobachterin Eva Menasse.

Wurm trifft Spitzweg – Ein Wiener Gipfeltreffen kritischer Kunst-Giganten: „ttt“ trifft den österreichischen Bildhauer Erwin Wurm in der Wiener Ausstellung, in der er Carl Spitzweg seine eigenen Werke entgegenstellt – als Kommentar, als Dialog mit dem Künstler, der zu Unrecht als Idyllen-Maler gilt.

Haydns „Schöpfung“ als spektakuläres Musiktheater – inszeniert vom katalanischen Theaterkollektiv La Fura dels Baus: „ttt“ hat mit Regisseur Carlus Padrissa und Musikdirektorin Laurence Equilbey gesprochen über ihre Freude, eine wilde und doch feierliche Inszenierung auf die Bühne gebracht zu haben.

Marco Möller
Marco Möller Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de