Der französische Schriftsteller Édouard Louis
Der französische Schriftsteller Édouard Louis Bild © hr

Die Buchmesse 2017. Von ihr geht in diesem Jahr eine bedeutende Botschaft aus: En marche! Frankreich ist das Gastland der diesjährigen größten Bücherschau der Welt. Und damit steht die große europäische Idee, Europas Zukunft, auf der Tagesordnung. Die 45-minütige Extraausgabe von „ttt – titel, thesen, temperamente“ kommt am Sonntag, 15. Oktober, vom Hessischen Rundfunk (hr) und ist um 23.20 Uhr im Ersten zu sehen; es moderiert Evelyn Fischer.

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Der französische Präsident Emmanuel Macron hat als Hoffnungsträger die Messe eröffnet, er will Wege in ein neues demokratisches, kulturelles Europa aufzeigen. Ein Europa, das von so vielen Seiten bedroht ist und gleichzeitig die einzige Chance sein wird, die alle Demokraten Europas in der globalisierten Welt haben.

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Die französische Schriftstellerin Leïla Slimani

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Zusammen mit mehr als 180 französischen Autoren ist Präsident Macron angereist – mit Schriftstellern und Philosophen, die einen neuen, mitreißenden Sound in die Literatur bringen – autobiografisch und zeitdiagnostisch zugleich. Junge Shootingstars wie Leïla Slimani und Édouard Louis sind dabei, der in Deutschland prominente Soziologe Didier Eribon und der den Niedergang der Moderne prophezeiende Michel Houellebecq, viele große Namen.

Der Auftritt Frankreichs auf dieser Buchmesse markiert ein deutliches Revival der französischen Literatur. Die Zeit der literarischen Weltmacht Frankreich, die „Sartre“-Jahre, das Modell einer Gegenwartsliteratur, die gleichzeitig einen poetischen wie auch philosophischen und gesellschaftspolitischen Gesamtentwurf liefert, schien vorüber. Nun meldet sich das Land zurück. Sagenhafte 1.400 Bücher sind in diesem Herbst neu aus dem Französischen übersetzt worden. Einen schönen Wahnsinn nennt das die Autorin und Literaturchefin der „Zeit“, Iris Radisch, in „ttt“ und feiert die Bedeutung der französischen Autorinnen und Autoren. „Wieder einmal haben die französischen Literaten einen Epochenumbruch im Moment des Entstehens erfasst.“

Die Themen der Sendung im Einzelnen:

Das Ende der Scham – Édouard Louis’ großartiger Roman „Im Herzen der Gewalt“: „ttt“ hat den brillantesten unter den neuen französischen Literaturstars in Berlin getroffen und sich mit ihm über seinen Roman unterhalten, in dem er seine Lebensgeschichte und die Analyse der Gesellschaft auf beeindruckende Weise verwebt.

Es gibt kein richtiges Leben im falschen oder: Es gibt viel Falsches im richtigen Leben – Leïla Slimani seziert unsere intimsten Wünsche und Ängste: „ttt“ hat die 36-jährige französisch-marokkanische Schriftstellerin im Zug von Stuttgart nach Paris begleitet und sich mit ihr über ihren Bestseller unterhalten, der in Frankreich zu heftigen Diskussionen führte und für den sie mit der höchsten literarischen Weihe des Landes – dem „Prix Goncourt“ – ausgezeichnet wurde.

Fünf Jahre haben wir noch Zeit – Deutschland, Frankreich und die Zukunft der Demokratie: „ttt“ trifft Nils Minkmar, intimer Kenner Frankreichs, auf der Messe in einem französischen Gourmet-Restaurant und wir sprechen mit Iris Radisch über Frankreichs einzigartige Literatur: von Michel Houellebecq bis zu den neuen „Aufrichtigen“: Es tut sich gerade Außerordentliches im Gastland.

Europa zuerst! Eine Unabhängigkeitserklärung: Evelyn Fischer im Gespräch mit dem führenden Politikwissenschaftler Claus Leggewie.

Guten Morgen, Abendland – Der Westen am Beginn einer neuen Epoche. Ein Weckruf von Bernd Ulrich: „ttt“ hat Bernd Ulrich in Berlin und auf der Buchmesse getroffen.

Lieben und Hassen in New York – Irene Dische und ihr Amerika-Panorama: „ttt“ hat Irene Dische in ihrer Heimatstadt New York und auf der Messe getroffen.

Goldene Zeiten, das war einmal – Salman Rushdie über den Zustand der USA: „ttt“ trifft den Großmeister der Erzählkunst auf der Frankfurter Buchmesse und fragt ihn: Woher nimmt er seine Zuversicht?

Prophetin einer ungemütlichen Gegenwart – Margaret Atwood bekommt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: „ttt“ trifft die Grande Dame der Literatur auf der Buchmesse.

Wim Wenders und seine „Sofort-Bilder“ – Eine Autobiografie in Fotos: „ttt“ trifft Wim Wenders exklusiv zu einem ganz persönlichen Gespräch über früher und heute, über Aufbruch, Reise und Reife.

Marco Möller
Marco Möller Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de