Regisseurin Sung-Hyung Cho mit Soldatin auf dem heiligen Berg Baekdu
Regisseurin Sung-Hyung Cho mit Soldatin auf dem heiligen Berg Baekdu Bild © hr/Kundschafter Filmproduktion GmbH

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist angespannt: Anfang des Monats testet Nordkorea zum ersten Mal eine Interkontinentalrakete – Südkorea, die USA und andere Staaten reagieren mit Drohungen. Was man aus diesem abgeschotteten Land zu hören und zu sehen bekommt, ist immer gleich: Militärparaden, Hungersnöte und Menschen, die ihrem Anführer hysterisch huldigen. Der Film „Meine Brüder und Schwestern in Nordkorea“, den der hr am Mittwoch, 26. Juli, um 22.45 Uhr im Ersten zeigt, geht weiter.

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Die in Korea geborene deutsche Filmemacherin Sung-Hyung Cho („Full Metal Village“) ist in den nördlichen Teil ihrer Heimat gereist. Sie spricht die Sprache der Menschen dort, aber auch ihr ist das Land fremd. Auf ihrer Reise begegnet sie zum Beispiel Soldatinnen, Bauern, Näherinnen sowie einem Ingenieur und seiner Familie. Es sind keine Zufallsbekanntschaften, denn das Regime hat die Gesprächspartner ausgesucht. Trotzdem entsteht durch die  interessierten, respektvollen Fragen von Cho im Gespräch eine berührende Nähe. Der Film gewährt einen Einblick hinter die Klischees und hinter die – in den Industriezentren – protzige Propagandafassade einer uns verschlossenen Lebenswelt.

Der Blick der Regisseurin ist frei von jeglicher Wertung. So kommt ein Volk zum Vorschein, dessen Liebe zu „seinem Führer“ uns mehr als einmal sonderbar erscheint, das seine Wünsche und die sehnsuchtsvolle Hoffnung auf eine Wiedervereinigung der beiden Koreas aber noch längst nicht aufgegeben hat.

Der Film entstand unter Federführung des Hessischen Rundfunks mit Beteiligung des WDR und wurde produziert von der Kundschafter Filmproduktion.

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Michael Draeger
Telefon: +49 (0)69 155-3527
E-Mail: michael.draeger@hr.de