Im neuen Louvre in Abu Dhabi
Im neuen Louvre in Abu Dhabi Bild © hr/Louvre Abu Dhabi

Am 11. November eröffnet die zweite Ausgabe des Louvre, des größten und bedeutendsten Museums der Welt. In Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, 5.000 Kilometer von Paris entfernt.

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Ein spektakuläres Haus, entworfen vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel. Exzeptionelle Architektur, die arabische Ornamentik mit europäischer Moderne vereint. Die Scheichs bin Zayid al Nahyan, die Bauherren, Kronprinzen, Präsidenten und Emire und ihre Ministerien forderten nicht weniger als ein architektonisches Weltwunder. Es ist ein wahrhaft beeindruckendes Projekt, das mehr als 1,5 Milliarden Euro gekostet haben soll und völlig neue Kooperationen hervorbringt. Frankreich exportiert europäische Kultur: Der Louvre stellt seinen Namen, sein Know-how durch die Entsendung von Museumsmachern, Kuratoren und Experten zur Verfügung. Aber vor allem werden der Louvre und mit ihm weitere französische Museen Weltkunst aus ihren Sammlungen nach Abu Dhabi verleihen – Gemälde von Magritte, Matisse, Manet, Picasso, Gauguin, Mondrian, da Vinci, van Gogh und weiteren Hochkarätern.

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Das spektakuläre „Wüsten-Louvre“ im Öl-Staat Abu Dhabi

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Ein Kunst- und Kultur-Deal, mit dem Frankreich eine Milliarde Euro verdient hat – ein bislang einzigartiges Unternehmen. Ein neuer Dialog zwischen der arabischen und der westlichen Welt? Oder wird hochwertige Kultur nur als Marke gehandelt, ein Louvre-Franchise sozusagen? Welche Bedeutung hat die Strahlkraft der europäischen Hochkultur für die Oberschichten des Landes? Und vor allem: Welche Rolle spielt das, was westeuropäische Kunst in ihrem Kern ausmacht: das Streben nach Freiheit und nach Individualismus in der Vielstimmigkeit? Die Regime der Emirate – im Dauerwettstreit untereinander – sind vor allem an Machterhalt und einer bedeutungsvollen Zukunft interessiert. Und an den Insignien der Macht, zu denen vor allem die Kunst gehört, ganz so wie bei den absoluten Monarchen Frankreichs – den Gründern des Louvre. Der Louvre Abu Dhabi ist der erste Teil eines Masterplans der Emirate für das künstlich aufgeschüttete „Saadiyat Island“, die „Insel des Glücks“, das so groß ist wie ein Drittel der Stadt Paris. Später sollen hier noch ein Guggenheim-Museum und ein Nationalmuseum entstehen.

„ttt – titel, thesen, temperamente“ ist bei der spektakulären Eröffnung dabei und fragt: Was bedeutet der „Wüsten-Louvre“ für die Region und die Kunstwelt? Die Sendung kommt am Sonntag, 12. November, vom Hessischen Rundfunk (hr) und ist um 23.05 Uhr im Ersten zu sehen; es moderiert Evelyn Fischer.

Außerdem bei „ttt“:

Aus den Schaltzentralen der europäischen Macht – Yanis Varoufakis erzählt „Die ganze Geschichte“: „ttt“ hat den ehemaligen griechischen Finanzminister in Athen getroffen und sich mit ihm über sein Buch unterhalten – ein Weckruf, die europäische Demokratie zu erneuern, bevor es zu spät ist.

Alle wollen was Besonderes sein! Jeder ist der Kurator seines Lebens! – Andreas Reckwitz und sein aktuelles Sachbuch „Die Gesellschaft der Singularitäten“: „ttt“ spricht mit Andreas Reckwitz über die zunehmende Polarisierung und fragt, wie es gelingen kann, gesellschaftlich wieder aufeinander zuzugehen, ohne antiliberalen Strömungen entgegen zu kommen.

Jil Sander, the Queen of Less – Deutschlands Mode-Ikone präsentiert ihr Werk weltweit zum ersten Mal in einer Ausstellung: „ttt“ hat die zurückhaltende und kamerascheue Stil-Reformatorin in Frankfurt getroffen und nach zwei Tagen mühevoller Überzeugungsarbeit dazu bewegen können, doch vor der Kamera zu sprechen.

Marco Möller
Marco Möller Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de