Elisabeth Wehling
Elisabeth Wehling Bild © picture-alliance/dpa

„ttt" befragt die Hamburger Linguistin Elisabeth Wehling zu ihrem Anliegen, mit deutlicher Sprache für unsere Werte zu kämpfen. Die Sendung kommt am Sonntag, 5. Februar, vom hr und ist um 23.05 Uhr im Ersten zu sehen.

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Es ist eine düstere Zukunftsvision: „1984“, das Buch von George Orwell über ein Regime, das Lügen zur Wahrheit erklärt. In den USA ist es gerade wieder zum Bestseller geworden – direkt nach der Wahl von Donald Trump. Viele Amerikaner scheinen Angst zu haben. Auch bei uns in Europa bedrohen Rechtspopulisten Errungenschaften von Jahrhunderten: die Aufklärung, die Bürgerrechte, den Rechtsstaat, die Demokratie, unsere Kultur, unsere Lebensweise.

In den USA hat der Slogan „Make America great again“ Trump zum Wahlsieg verholfen. Welche Lehre kann man daraus ziehen? Was kann man dem entgegensetzen? Die Hamburger Linguistin Elisabeth Wehling, die an der kalifornischen Universität in Berkeley lehrt, hat klare Empfehlungen: Politiker sollten deutlich machen, für welche Werte sie stehen. Weil Sprache die Politik bestimme. Die Rhetorik der Rechtspopulisten mit ihren bildstarken Begriffen beeinflusse massiv unser Denken, so Wehling. Politiker, Medien – wir alle – sollten der Rhetorik des Hasses und der Lügen endlich eine Sprache entgegensetzen, die nicht nur Sachfragen diskutiert, sondern unsere Werte in den Mittelpunkt rückt.

„Die Decke der Demokratie ist dünner, als wir dachten“, mahnt auch die langjährige US-Korrespondentin und stellvertretende Chefredakteurin der taz, Barbara Junge. Sie setzt im Wahljahr 2017 mit dem Projekt „meinland“ darauf, kontinuierlich mit Bürgern in ganz Deutschland ins Gespräch zu kommen und so für die „Offene Gesellschaft“ zu werben – wobei sie hofft, auch die „am rechten Rand“ zu erreichen.

„ttt – titel, thesen, temperamente“ befragt Elisabeth Wehling und Barbara Junge zu ihrem gemeinsamen Anliegen, mit deutlicher Sprache für unsere Werte zu kämpfen. Die Sendung kommt am Sonntag, 5. Februar, vom Hessischen Rundfunk (hr) und ist um 23.05 Uhr im Ersten zu sehen; es moderiert Max Moor.

Außerdem bei „ttt“:

Ein Panda für Helmut Schmidt – Wie der Kalte Krieg in die deutschen Zoos gelangte: „ttt“ hat den Autor Jan Mohnhaupt bei einem Zoobesuch in Berlin begleitet und wollte wissen, warum der Kalte Krieg dieses tierische Ausmaß bekam.

Architektur für eine bessere Welt – Francis Kéré baut mit sozialem Engagement in Afrika und Deutschland: „ttt“ fragt den Architekten, der durch das Operndorf von Christoph Schlingensief bekannt wurde, zu seinen Ideen vom ethisch-ästhetischen Bauen.

Mit den Augen eines Kindes – Der Film „Enklave“ setzt auf das Prinzip Hoffnung im ewigen Konflikt zwischen Serben und Kosovaren: „ttt“ hat den serbischen Regisseur Goran Radovanovic und die Schauspielerin Anica Dobra in Belgrad getroffen und sie gefragt, warum Versöhnung vielleicht doch möglich ist.

Ein rosa Elefant und die Genforschung – Der neue Roman von Bestsellerautor Martin Suter: „ttt“ hat Suter in Zürich getroffen und darüber gesprochen, warum er sich nicht als politischer Autor, wohl aber als Gegenwartsautor versteht.

Marco Möller
Marco Möller Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Marco Möller
Telefon: +49 (0)69 155-4401
E-Mail: marco.moeller@hr.de