Kreisbranddirektorin Tanja Dittmar aus Bad Hersfeld
Kreisbranddirektorin Tanja Dittmar aus Bad Hersfeld Bild © hr/Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Die derzeit modische Variante der Vollbarts, die sogenannten Hipsterbärte, gefährdet Einsätze der Feuerwehr. Das ist die Einschätzung von Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar aus Bad Hersfeld. Die zum Teil recht langen Bärte würden die Schutzfunktion von Atemschutzgeräten beeinträchtigen, sagte sie im Gespräch mit hessenschau.de.

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„Die Atemschutzmasken vertragen keine Gesichtsbehaarung, sie sollen ja dicht anliegen. Die Luft um einen herum ist ja voller giftiger Brandgase. Es hat schon Todesfälle wegen undichter Masken bei Bartträgern gegeben.“ Das Thema würde sehr ernst genommen: „Bei Übungen schicken wir Leute mit Bart nach Hause. Im Dezember hatte die Feuerwehr einen Einsatz, bei dem ihre Zahl noch gerade so ausreichte. Darum habe ich alle aufgerufen, sich wieder einsatzbereit zu machen. Einen Grund, der das verhindert, kann man leicht beseitigen: einen Bart.“

„Richtige Männer brauchen keinen Bart“

Jahrelang sei das Bartthema „keine große Sache“ gewesen, so Feuerwehrchefin Dittmar weiter. Seit aber auch Vollbärte wieder modern seien, gäbe es Probleme bei Übungen und Einsätzen bis hin zu Personalausfällen.

Weitere Informationen

Mehr zum Thema unter www.hessenschau.de und in der „hessenschau“ im hr-fernsehen am Donnerstagabend um 19.30 Uhr.

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Daher habe sie bei der Jahreshauptversammlung an die ausgebildeten Atemschutzgeräteträger appelliert, das „selbstgewählte Ehrenamt höher anzuetzen als ihr Erscheinungsbild als modischer Hipster“. Ihr Ruf „Richtige Männer brauchen keinen Bart“ sei dabei überwiegend mit Humor genommen worden, habe aber auch Erfolg gehabt: „Auch in anderen Feuerwehren des Landkreises. Ich denke, bei den nächsten Atemschutzübungen werden wir keinen finden, den wir nach Hause schicken müssen oder dem wir eine Notrasur verordnen müssen.“

Hartmut Hoefer
Hartmut Hoefer Bild © hr/Ben Knabe

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