Die Spitzenkandidatin der Linken für die Bundestagswahl, Sabine Leidig.
Linken-Spitzenkandidatin Sabine Leidig. Bild © hr/van Bebber

Sie würde einen von Abschiebung bedrohten Flüchtling bei sich zu Hause verstecken, sagt die Linken-Spitzenkandidatin Sabine Leidig. Im Interview mit hessenschau.de fordert sie außerdem einen besseren Nahverkehr und macht klar, dass sie derzeit keine Chancen für Rot-Rot-Grün sieht.

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Wenn einem Flüchtling die Abschiebung nach Afghanistan drohe, würde die hessische Spitzenkandidatin der Linken bei der Bundestagswahl, Sabine Leidig, ihn bei sich zu Hause verstecken. Das machte sie in einem Videointerview mit hessenschau.de deutlich. Sie wisse aus Gesprächen, wie schwierig es gerade für junge Männer sei, einer solchen Zukunft entgegen zu sehen. Erst kürzlich hatte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) auf die mögliche Strafbarkeit eines solchen Vorgehens hingewiesen und erklärt, die Behörden würden Abschiebungen dennoch durchsetzen. 

Leidig sieht im Moment keine Möglichkeit für Rot-Rot-Grün

Leidig zeigte sich zudem skeptisch gegenüber einer möglichen Koalition mit SPD und Grünen. Sie sehe derzeit nicht, dass Rot-Rot-Grün eine denkbare Alternative sei. "Wir können auch aus der Opposition heraus Wirkung entfalten und Druck machen", sagte sie.

Mit Blick auf die Verkehrspolitik forderte sie, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken. „Es gibt Konzepte, wie man eine Anbindung im Halbstundentakt in jedem Dorf hinkriegt.“ In den Städten gebe es die Alternativen zum Auto schon. „Das Problem ist, dass Leute Autos vor der Tür stehen haben, die es nicht brauchen“, so Leidig. Langfristig will sie Auswege aus der Autogesellschaft suchen.

hessenschau.de veröffentlicht seit dem 24. August Interviews mit hessischen Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl. Neben dem klassischen Online-Interview hat die Redaktion ein Video mit den Kandidaten aufgenommen. In Anlehnung an das Spiel „Bier-Pong“ stellen sich die Politiker zufällig ausgewählten politischen und persönlichen Fragen.

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Michael Draeger
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Pressereferent hr-fernsehen und hessenschau
Michael Draeger
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