SPD-Spitzenkandidat Michael Roth
Der SPD-Spitzenkandidat Michael Roth. Bild © hr/van Bebber

Die Genehmigungsbehörden des Landes haben sich im Umgang mit dem nordhessischen Düngemittelkonzern K+S nicht mit Ruhm bekleckert, sagt der hessische SPD-Spitzenkandidat Michael Roth. Im Interview mit hessenschau.de fordert er außerdem die Freilassung von Deniz Yücel.

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Der hessische SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Michael Roth, hat den Umgang der Landesbehörden mit dem nordhessischen Düngemittelkonzern K+S kritisiert. Im Interview mit hessenschau.de warnte Roth davor, das Unternehmen an die Wand zu fahren. „Die Genehmigungsbehörden des Landes haben sich hier nicht mit Ruhm bekleckert. Natürlich muss man vom Unternehmen verlangen, was technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar ist“, sagte Roth zu den Unweltauflagen. „Aber K+S ist das einzige Grundstoffunternehmen mit Relevanz in Deutschland.“ Die Unsicherheit der Menschen spüre er auch im Wahlkampf. „Beunruhigend viele Menschen erwarten von der Politik generell nichts mehr. Sie fühlen sich verschaukelt. Die müssen wissen, woran sie sind, müssen spüren, dass man ein ernsthaftes Interesse daran hat, ihre Arbeitsplätze zu sichern“, sagte Roth.

„Wenn ich mir die Türkei ansehe, blutet mir das Herz.“

Mit Blick auf den in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel hat Roth die Freilassung und einen fairen Prozess gefordert. „Immer wieder überlegen wir: Wie können wir erreichen, was Deniz Yücel einfordert?“, sagte Roth, der auch Staatsminister im Auswärtigen Amt ist. „Wir haben ja die öffentliche Zurückhaltung aufgegeben, manchmal frage ich mich: Wie kommen wir aus dieser Situation je wieder raus? Erdogan war bislang nicht bereit, bei diplomatischen Bemühungen eine gewisse Bewegung zu zeigen, die wir aber brauchen.“ Über die Lage in der Türkei sagte er: „Wenn ich mir die Türkei ansehe, blutet mir das Herz.“

hessenschau.de veröffentlicht seit dem 24. August Interviews mit hessischen Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl. Neben dem klassischen Online-Interview hat die Redaktion ein Video mit den Kandidaten aufgenommen. In Anlehnung an das Spiel „Bier-Pong“ stellen sich die Politiker zufällig ausgewählten politischen und persönlichen Fragen.

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Michael Draeger
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Pressereferent hr-fernsehen und hessenschau
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