Auto-Experte Stefan Bratzel kann sich eine Übernahme von Opel durch den französischen Automobilkonzern PSA Peugeot-Citroën vorstellen. Es gäbe mittlerweile eine „Unzufriedenheit“ bei Opel-Mutter GM nach jahrelangen roten Zahlen: „Seit 1999 schreibt man Verluste, die sich in Milliardenhöhe summieren“, so Bratzel zu den Übernahmegerüchten in hr1.

Der Automobil-Experte Stefan Bratzel kann sich eine Übernahme von Opel durch den französischen Automobilkonzern PSA Peugeot-Citroën vorstellen. Es gäbe mittlerweile eine „gewisse Unzufriedenheit“ bei der langjährigen Opel-Mutter GM nach jahrelangen roten Zahlen: „Seit 1999 schreibt man Verluste, die sich in Milliardenhöhe summieren“, so der Leiter des „Center of Automotive Management“ in Bergisch Gladbach zu den heutigen Übernahmegerüchten in hr1. GM habe von der Rüsselsheimer Tochter genug und glaube „nicht mehr an eine Sanierung mit Opel im GM-Verbund“. 

Folgen für Opel: Arbeitsplatzabbau oder mehr Wettbewerbsfähigkeit?

Auf mögliche Folgen für Opel und den Standort Rüsselsheim angesprochen, sagte Stefan Bratzel im hr1-Gespräch: „Man wird sich bemühen, mit gemeinsamen Fahrzeugarchitekturen Kosten zu sparen. Wenn man effizienter wird, steht dahinter der Versuch, dies mit weniger Mitarbeitern zu schaffen.“ Ein positives Szenario wäre eine höhere Wettbewerbsfähigkeit durch mehr gemeinsame Fahrzeugverkäufe: „Dann könnten möglicherweise Produktionsstandorte und Mitarbeiterzahlen stabil gehalten werden. Es muss nicht Stellenabbau bedeuten.“  

Imageschaden für Opel möglich

Für das sich mühsam im Wiederaufbau befindliche Image von Opel wäre ein Verkauf durch GM an PSA „ein weiterer Schlag“, befürchtet Bratzel. „Opel muss imagetechnisch immer noch aufpassen und sich weiter entwickeln. Im Vergleich zu anderen Herstellern könne die GM-Tochter ihre Produkte nicht so teuer wie die Mitbewerber verkaufen, „weil das Image ziemlich schlecht ist“.

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Hartmut Hoefer
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