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Sabine Postel ermittelt seit 20 Jahren beim Bremer Tatort als Kommissarin Inga Lürsen, 2019 läuft die letzte Folge: „Kommissarin Lürsen ist ein Teil von mir geworden, ich bin in sie reingewachsen. Sie war mir am Anfang sehr fremd, sehr spröde, und ich habe sie in ihrer Merkwürdigkeit lieben gelernt. Das ist eine Figur, die mir schon sehr nahe geht“, erzählt die Schauspielerin im „hr1-Talk“ am Sonntag, 8. Oktober.

Sie schaut sonntags auf dem Sofa den eigenen Tatort: „Da habe ich auch nach Jahren immer noch ein bisschen Kribbeln im Bauch, wenn dieser Vorspann mit den Augen kommt. Ich finde das ganz toll, dass ich dabei sein kann.“

Schießtraining bei der Bundeswehr
Für ihre Rolle als Tatort-Kommissarin musste Postel auch das Schießen lernen. Im Gespräch mit hr1-Moderatorin Marion Kuchenny verrät sie: „Ich habe das Schießtraining bei der Bundeswehr gemacht und fand es erschreckend. Ich habe aber gut geschossen, dass muss man sagen. Ich kann es, aber ich möchte es nicht. Weil ich die Kraft gesehen habe, die hinter dieser Waffe steht. Ich finde es immer noch erschreckend, dass es so einfach ist, an Waffen ranzukommen.“

Gegen den Jugendwahn
Erzürnt äußert sich die Schauspielerin zum Jugendwahn und dem damit verbundenen, gesellschaftlichen Realitätsverlust in Filmen: „Es kann ja nicht sein, dass Frauen, wenn sie jung sind, noch vorkommen, weil sie dann attraktiv sind, und ab einem bestimmten Alter plötzlich nicht mehr. Wenn man diesen Beruf liebt und sein Handwerk gelernt hat, dann muss es auch möglich sein, ihn mit Falten auszuüben.“

Weitere Informationen

Das ganze Gespräch mit Schauspielern Sabine Postel und Moderatorin Marion Kuchenny sendet hr1 am Sonntag, 8. Oktober, von 10 bis 12 Uhr. Der „hr1-Talk“ ist auch als Podcast abonnierbar: www.hr1.de.

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Hartmut Hoefer
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