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Purple Schulz hat ein distanziertes Verhältnis zu seinem eigentlichen Vornamen. „Wer mich Rüdiger nennen und mir damit vertraulich kommen will, den habe ich sofort durchschaut“, sagt einer der erfolgreichsten deutschen Popmusiker in hr1-Talk am kommenden Sonntag.

Selbst seine vier Enkel würden ihn bei seinem Künstlernamen nennen, den er schon als Kind verpasst bekam: „Die nennen mich Opa Purple. Die Abkürzung dafür wäre ja übrigens Opel!“ Weil er in einem Kölner Musikgeschäft die Verkäufer ständig mit einem Deep-Purple-Song auf der Hammondorgel nervte, nannten die Verkäufer ihn irgendwann „Purple“.

Junge Künstler ohne Haltung

Purple Schulz („Sehnsucht“) hat sich immer als politisch wirkender Musiker verstanden, wie er in hr1 sagt: „Ich habe eigentlich nie den Mund gehalten, denn auch in Unterhaltung steckt das Wort Haltung drin.“ Was ihn bei den „heutigen jungen Künstlern“ so störe: „Dass sie überhaupt kein Standing haben. Sie äußern sich nicht zu den Dingen, die in unserer Gesellschaft passieren.“ Somit verspielten sie ihren großen Einfluss, den sie bei ihren Fans hätten. „Leider sind sie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt.“

Drei Jahrzehnte Glück mit einer Wetterauerin

Seine Frau Eri aus der Wetterau hat Purple Schulz  in Frankfurt kennengelernt, als er in der Batschkapp ein Konzert gab. „Sie ist nicht auf mich zugegangen, sie hat nicht kokettiert. Sie war einfach da, und ich habe gemerkt, diese Frau ist etwas ganz Besonderes.“ 30 Jahre später wüssten beide, dass das Glück nicht unendlich dauert. „Wir haben so viel miteinander erlebt. All die Kinder, die Enkel, die gekommen sind. Wir haben schon gemerkt, dass wir nicht mehr viel Zeit miteinander haben. Wir wissen, dass wir jede freie Minute nutzen müssten, um unsere Liebe zu erhalten“, sagt Purple Schulz.

Hartmut Hoefer
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