Der österreichische Kabarettist Josef Hader erzählt in hr2-kultur von seinem ersten Film
Der österreichische Kabarettist Josef Hader Bild © hr/lukasbeck.com"

Der Kabarettist Josef Hader, wollte es noch einmal wissen. In hr2-kultur erzählte der 55-Jährige, dass sein Debut-Film aus einer Art Midlife-Crisis heraus entstanden sei: „Den ersten Film zu machen, und dann auch noch die Hauptrolle und das in meinem Alter, das ist schon eine Zumutung. Man hat jenseits der 50 eh das Gefühl, man möchte noch was erleben. Dann hab ich mir gedacht, das ist ein Abenteuer, das mach ich noch!“

Seine Hauptfigur beschreibt Hader als bürgerlichen Terroristen: „Ich hab mir gedacht, wenn ich schon die Geschichte eines Wutbürgers erzähle, dann soll das nicht jemand aus der Unterschicht sein. Also in unserem etwas grün angehauchten, politisch korrekten Umfeld mal einen Wutbürger zu platzieren, das hat mich gereizt.“

Im Film und auch privat geht es bei dem Österreicher immer auch um die Kunst geglückter Kommunikation: „Mit 15 habe ich gedacht, Beziehung ist ja ganz unmöglich, weil man ja nicht miteinander reden kann: Wenn man was sagt, versteht es der andere schon wieder anders, und der sagt dann was, was man selbst wieder anders versteht. Das ist in sich so verschoben, dass ich damals ältere Freunde gefragt habe:‚Wie macht ihr das? Das geht ja gar nicht!‘ Doch später habe ich gemerkt, das geht schon – man muss bloß die Ansprüche herunterschrauben.“

Weitere Informationen

Podcast

Zitate aus der Meldung frei bei Nennung von hr2-kultur. Das komplette Gespräch war am Mittwoch, 8. März, um 17.10 Uhr in der Sendung „Kulturcafé“ zu hören und ist weiterhin als Podcast unter www.hr2-kultur.de abrufbar.

Ende der weiteren Informationen

Pressereferentin hr2-kultur
Hanni Warnke
Telefon: +49 (0)69 155-4403
E-Mail: hanni.warnke@hr.de

Hanni Warnke
Hanni Warnke Bild © hr/Ben Knabe