Hajo Seppelt
Hajo Seppelt Bild © hr/privat

Anlässlich des Welttags der Pressefreiheit sprach hr3 heute mit dem Investigativ-Journalisten Hajo Seppelt. Seine Recherchen, etwa zum Thema Staatsdoping in Russland, brachten ihn in das Visier der russischen Regierung.

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Seppelt sagte in der hr3-Morningshow zu seiner Arbeit: „Wenn wir als ARD-Team vor Ort gewesen sind, ging es weniger um den Inhalt unserer Berichterstattung, als um die Tatsache, dass wir es überhaupt getan haben. Wir wurden quasi als Staatsfeinde Russlands dargestellt.“

Hajo Seppelt über …

… seine Absicht, vorerst nicht mehr nach Russland zu reisen

„Mir ist abgeraten worden, dass zu tun. Die russische Regierung selbst hat gesagt, dass sie ermittelt, und da geht es auch um die Berichterstattung der ARD. Ich mache erst einmal einen Bogen um Russland.“

… Kritik von Sportjournalisten-Kollegen

„Es war auch eine Zeit lang so, dass die eigenen Kollegen die Arbeit nicht gutgefunden haben, weil wir als Berichterstatter ein Produkt zerstören. Davon habe ich mich nicht abhalten lassen, weil ich der Auffassung bin, Journalismus dient der Wahrheitsfindung und kann nicht vor der eigenen Tür halt machen. […] Ich will nicht, dass der Zuschauer nur die eine Seite der Medaille wahrnimmt, sondern das volle, umfängliche Bild.“

… die Pressefreiheit in Deutschland

„Wir sind weit, weit vorne und Lichtjahre von dem entfernt, was wir beispielweise in der Türkei erleben, beziehungsweise von Trumps Versuchen mitbekommen, die kritische Presse in den USA mundtot zu machen. […] Pressefreiheit muss auf allen Seiten ausgereizt werden, damit der Journalismus in einer Ära von Trump hochgehalten werden kann.“

Sebastian Huebl, Pressereferent
Bild © hr/Ben Knabe

Pressereferent hr3 und YOU FM
Sebastian Hübl
Telefon: +49 (0)69 155-3789
E-Mail: sebastian.huebl@hr.de