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Seit Beginn der Flüchtlingskrise vor drei Jahren ist nur ein Bruchteil der syrischen Flüchtlinge in Hessen freiwillig in seine Heimat zurückgekehrt. Das hat das hessische Innenministerium auf Anfrage von hr-iNFO mitgeteilt.

Seit Anfang 2015 sind rund 35.000 syrische Flüchtlinge nach Hessen gekommen, freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt sind aber laut Ministerium bisher nur 131. Das entspricht einem Anteil von weniger als 0,5 Prozent.

In den Beratungsgesprächen hätten die Rückkehrwilligen meist persönliche Motive genannt - etwa dass sie unter Heimweh litten oder dass Angehörige in Syrien dringend Hilfe brauchten. Das Land Hessen unterstütze die Rückkehrer beispielsweise bei den Reisekosten. Wegen des Bürgerkriegs in ihrem Heimatland werden Asylanträge von Syrern in der Regel bewilligt. Derzeit gilt ein Abschiebeverbot, allerdings fordern die Länder Sachsen und Bayern, die Sicherheitslage in Syrien neu zu bewerten und das bis Mitte kommenden Jahres geltende Abschiebeverbot nicht zu verlängern.

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