Platzhalterbild PM Hörfunk
Bild © hr/Ben Knabe/Grafik

Die Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission, Prof. Gesine Schwan, traut Andrea Nahles die künftige Führung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zu.

In hr-iNFO sagte Schwan: „Bei Andrea Nahles denke ich schon, dass sie eine langfristige Perspektive hat, die sich in erster Linie auf die Bereiche konzentriert in denen sie auch früher schon tätig war, wie die Sozial- und Rentenpolitik, die auch eingebettet ist in langfristige Werte.“

Keine Solidarität in der Partei
Zurzeit werde in der Partei weder Gerechtigkeit noch Solidarität vorgelebt. „Ich bedaure das sehr, als normales SPD-Mitglied und Demokratin“, sagte die frühere Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten bzw. der Bundespräsidentin. Das politische Leben sei zwar immer ein Garstiges, aber ohne ein Vorleben solcher Werte kann niemand von den Zielen überzeugt werden, dass diese Partei für Solidarität stehe. „Andrea Nahles hat ein sachliches Engagement und hat verstanden, dass man mit den Kolleginnen und Kollegen zusammenhalten muss.“

Rezepte gegen den Profilverlust
Ziel der SPD müsse sein sich mit den inhaltlichen Fragen zu beschäftigen. Das gelte insbesondere für eine eventuelle Neuauflage der Großen Koalition. „Ich glaube die SPD hat begriffen, dass sie ihr Profil verloren hat und damit auch Anhänger. Das muss jetzt anders werden, das gehört zur Kunst des Politischen. Sich abzusetzen und zu sagen, wir stehen für etwas, dass wir mit den Anderen nicht durchsetzen können, wir hoffen aber auf die nächste Wahl.“

Prof. Gesine Schwan ist derzeit Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission und war langjährige Präsidentin der deutsch-polnischen Viadrina-Universität in Frankfurt (an der Oder).

Weitere Informationen

Kontakt

Redaktion hr-iNFO – CvD Markus Bohnacker/CW, Telefon: 069 155-2206, E-Mail: CvD-Info@hr.de

Ende der weiteren Informationen