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Das hessische Verkehrsministerium geht davon aus, dass Ryanair die Vorgaben des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen künftig einhalten wird. Staatssekretär Mathias Samson sagte im Gespräch mit hr-iNFO, man prüfe ganz genau, was die Gründe für Ankünfte nach 23 Uhr seien.

„Jeder einzelne Pilot bekommt nach einer verspäteten Landung Besuch in seinem Cockpit von Mitarbeitern unserer Luftaufsicht. Dort wird festgehalten, warum es zu der späten Landung gekommen ist“, erklärte Staatssekretär Mathias Samson. Stecke Absicht dahinter, könne es für den Billigflieger teuer werden: „Wenn wir erkennen, dass diese Landungen auf einen Plan von Ryanair zurückzuführen sind, können wir Bußgelder bis zu 50.000 Euro verhängen. Das ist auch für Ryanair kein Pappenstiel.“

Die Gefahr, dass andere Fluggesellschaften dem Beispiel von Ryanair folgen und häufiger nach 23 Uhr landen, sieht Samson nicht. „Die anderen Fluggesellschaften wissen schon, was passiert, wenn sie das probieren. Das haben wir mit denen schon durch. Wir haben sie darauf hingewiesen, dass die Regelungen einzuhalten sind. Da waren wir erfolgreich – und genauso erfolgreich werden wir mit Ryanair sein.“

Das hessische Verkehrsministerium hatte Ryanair-Verantwortliche im Dezember nach häufigen Verstößen gegen das Nachtflugverbot zu einem Gespräch einbestellt. Seitdem landeten aber wieder mehrere Maschinen nach der eigentlichen Sperrzeit um 23 Uhr.

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