Ulli Janovsky, Chef der hr-Hörfunknachrichten
Ulli Janovsky, Chef der hr-Hörfunknachrichten Bild © hr

Irgendwas ist immer. Überschwemmungen in Nordhessen, ein Banküberfall in Bensheim, Aufregung nach einem Politiker-Tweet. Ulli Janovsky, Chef der hr-Hörfunknachrichten, sagt: "Unsere Aufgabe ist es, die Meldungen einzuschätzen und einzuordnen."

Es gibt immer etwas zu melden, und unsere Aufgabe ist es, die Meldungen einzuschätzen und einzuordnen. Wenn der Papst stirbt, ist das eine "Muss-Meldung", keine Frage. Eine "Soll-Meldung" ist zum Beispiel eine kontroverse Debatte im Landtag über G8/G9. So eine Debatte stellen wir in den längeren Nachrichtenformaten ausführlich dar und informieren in den kürzeren Sendungen über das Ergebnis. Dann gibt es die "Kann-Meldungen": Ein Unfall mit Blechschaden beispielsweise kann relevant werden, wenn er Auswirkungen auf den Berufsverkehr hat.

Es gibt feste Kriterien, nach denen wir die Nachrichten auswählen: Das Thema muss relevant sein. Es muss neu sein. Und es muss einen Informationsgehalt haben. Weitere Kriterien, die aber alleine nicht ausreichen, sind zum Beispiel geografische Nähe, Exklusivität und Gesprächswert. Auch zielgruppenspezifische Interessen können wichtig sein: So kann für die Hörer der YOU FM-Nachrichten eine neue Funktion bei Whatsapp relevant sein. Diese Auswahlkriterien sind für uns ein Maßstab. Dazu kommt: Unsere Nachrichtenredakteure sind nie alleine, haben immer wenigstens ein Gegenüber und sind erfahrene und gut ausgebildete Journalisten. Studien zeigen, dass sehr viele Menschen den Nachrichten der ARD vertrauen. Das ist für uns eine Verpflichtung.

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