Redakteur Frank von Bebber
Frank van Bebber, Redakteur bei hessenschau.de Bild © hr

Jede Minute erreichen Dutzende Agenturmeldungen die Nachrichtenredaktionen des Hessischen Rundfunks. Dazu kommen Recherchen von hr-Reportern, Informationen aus sozialen Netzwerken und anderen Medien. Frank van Bebber, Redakteur bei hessenschau.de, sagt: "Das Wichtigste ist: Die Meldung muss richtig sein."

Es gibt so viele Quellen wie nie zuvor. Seit ein paar Jahren dazu gekommen sind die sozialen Medien. Wir scannen ständig Facebook und Twitter nach Neuigkeiten. Auf diesem Weg erfahren wir oft zuerst von einem Unglück oder einem Politiker-Zitat. Wenn ein hessischer Politiker beispielsweise einen Satz mit einem großen Skandal-Faktor postet, prüfen wir, ob der Account glaubwürdig ist: Hat er früher schon mal etwas getwittert? Wie lange gibt es den Account? Hatten wir selbst schon mit ihm Kontakt? Bei Zweifeln rufen wir an und recherchieren weiter, bis wir wissen, ob es stimmt.

Das kann mühsam sein und nimmt viel Zeit in Anspruch. Gleichzeitig wollen wir schnell sein, und die Leute erwarten das auch von einem Medium wie hessenschau.de. Aber das Wichtigste ist: Die Meldung muss richtig sein. Wenn wir noch nicht ganz sicher wissen, ob sie stimmt, warten wir lieber oder machen die Zweifel deutlich. Und wir versuchen offenzulegen, wer mit welchen Interessen postet. Grundsätzlich steigen wir online ziemlich früh in die Berichterstattung ein, nicht erst wenn ein Ereignis vorbei ist. Wir stellen dann klar: Das wissen wir bis jetzt. Wir sagen, in welchem Stadium der Recherche wir sind und welche Fragen noch offen sind.

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Zu Teil 1 der Serie "Wie wir arbeiten"
Direkt zu hessenschau.de

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