Blick in die Kleinmarkthalle
Blick in die Kleinmarkthalle Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Auf der Suche nach Weihnachten, die Frage, wie man von seinen verstorbenen Lieben Abschied nimmt oder auch wie man mit dem Glauben in der Frankfurter Kleinmarkthalle umgeht - dies sind die Themen von "Wissen und mehr" im hr-fernsehen.

Montag, 04.12.2017, 06:15 Uhr

Feiertag! Sengelmann sucht Weihnachten  
WDR 29'32''

Weihnachten ist für die meisten Menschen wohl der wichtigste Feiertag des Jahres. Fest der Familie, Fest des Schenkens, Fest des Friedens und des Lichts... Aber was ist die Geschichte dahinter? Julian Sengelmann, Musiker, Schauspieler, will’s wissen. Er stößt auf eine herzerwärmende Erzählung, reist nach Jerusalem und Bethlehem, um dem Hintergrund der Geschichte auf die Spur zu kommen. In Israel trifft er u.a. einen Mönch, einen Rabbiner, einen islamischen Religionsgelehrten und einen Archäologen, macht in der sogenannten Geburtsgrotte in Bethlehem ungewohnte Erfahrungen und kehrt schließlich zurück mit der Frage, was denn nun der Weihnachtsmann und die Weihnachtsparty auf der Reeperbahn mit all dem zu tun haben. Aber auch darauf finden sich schließlich Antworten.

Dienstag, 05.12.2017, 06:25 Uhr

Geliebte Lüge
aus: 10 Gebote
hr 28'40''  

Mittwoch, 06.12.2017,  06:25 Uhr

Haus der Begierde
aus: 10 Gebote        
hr 28'40''

Donnerstag, 07.12.2017, 06:25 Uhr

Tanz im Krematorium: Wie man Abschied gestalten kann
RBB 28'00''  

Die Bestatterin Susanne Jung will die Menschen, die von einem Angehörigen Abschied nehmen müssen, liebevoll und professionell begleiten. Sie stellt alte - oft vergessene - Rituale vor, macht aber auch Mut, neue Formen zu wagen. Viele Menschen wissen gar nicht, dass man den Verstorbenen noch einige Tage zu Hause aufbahren darf, damit Freunde und Verwandte Abschied nehmen können. Und warum sollte nicht mal im Krematorium Walzer getanzt werden? Der Film stellt Menschen vor, die den Tod nicht aus dem Leben verdrängen wollen und die Mut machen, den Abschied selber zu gestalten.

Film von Torben Zimmermann

Freitag, 08.12.2017, 06:25 Uhr

Würste, Kräuter, und der liebe Gott: Geschichten aus der Markthalle
Ein Film von Galina Breitkreuz    
hr 29'12''

Ilse Schreiber ist die "Königin der Würste": Ob Krakauer, Fleisch- oder Rindswurst, ob mit oder ohne Knoblauch, Senf oder Ketchup – wenn es ein Produkt in der Frankfurter Kleinmarkthalle gibt, dass von früh bis spät über die Theke geht, dann sind es Ilse Schreibers Würste. Seit mehr als 30 Jahren betreibt sie ihren Stand, und egal, welcher Schicksalsschlag ihr widerfuhr, die Markthalle ist ihr Lebenssinn und Antrieb, um in den Stürme des Schicksals zu bestehen.
Gleich nebenan verkauft Francesco Belvedere hochwertige Öle, Balsamico-Essig und einen hervorragenden Rotwein. Dass er Kommunist ist und mit dem lieben Gott nicht viel am Hut hat, gibt er sofort zu: Gott brauche nur, wer Angst habe vor dem Tod und vor dem Leben! Und ängstlich war Francesco nie, weder als Gewerkschafter bei Alfa Romeo noch als Händler in der Kleinmarkthalle.
Nicht weit von seinem Stand präsentiert sich eine wahre Pracht an Köstlichkeiten: frisches Gemüse in allen Sorten, reife Pfirsiche neben exotischen Mangos, persische Süßigkeiten. Doch für viele Händler in der Kleinmarkthalle bleiben sie tabu – zumindest während des Ramadans. Wie es dem muslimischen Feinkosthändler inmitten von Trüffeln und anderen Versuchungen dennoch gelingt zu fasten, wie die Familie Frieser am Stand gegenüber als Familienunternehmen ihre Kunden nicht nur bedient, sondern auch unterhält, und weshalb der Japaner Kinya Terada nicht mehr Hedgefond-Manager sein wollte, sondern als Buddhist feinsten Tee zelebriert und Messern den meisterhaften Schliff verleiht, davon erzählt die ARD-Reportage "Würste, Kräuter und der liebe Gott".