Kämpfende Ritter
Das Mittelalter bedeutet mehr als Hauen und Stechen. Bild © picture-alliance/dpa

Wenn heute vom Mittelalter die Rede ist, hält sich immer noch das Vorurteil von einer dunklen Epoche. Doch das Mittelalter steht auch für wegweisende Entwicklungen auf dem Weg in die Moderne - eine Themewoche von "Wissen und mehr" im hr-fernsehen.

Mo., 13.11.

06:20, BR, 14'56"

Frühes Mittelalter und Romanik (750 – 1250)

Der Mensch will Kunst schaffen. Das beweisen Höhlenmalereien und bis zu 30.000 Jahre alte Figurenfunde. Von der griechischen Antike bis heute haben sich bildende Kunst und Architektur des Abendlandes ständig weiterentwickelt. Reisen Sie mit uns durch die Geschichte der Kunst.

06:35, SWR, 14'19"

Leben im Mittelalter. Bäuerliches Leben im Mittelalter

Im Mittelalter lebten die Menschen mit der Natur und passten sich ihr an anstatt sie zu beherrschen. In szenischen Rekonstruktionen schildert die Sendung das Leben der Bauern in der dörflichen Gemeinschaft. Sie zeigt ihre Tagesarbeit auf dem Hof und deren Organisation. Dazu gehören das Fruchtbarmachen und die Bearbeitung der Böden in der Dreifelderwirtschaft, der Anbau und die Verarbeitung des Getreides, die Holzwirtschaft und die Textilherstellung. Es wird die Abhängigkeit der Bauern vom Grundherrn deutlich, der Stand der Medizin wird erklärt und auch deren Zusammenspiel mit Religion und Glauben.

Di., 14.11.

06:25, SWR, 14'15"

Die Stadt im späten Mittelalter. Höllenangst und Seelenheil

Ausgehend von der Reise eines Pilgers – als Ausdruck seiner Bereitschaft zu Buße und Umkehr – beschreibt der Film das Weltbild der Menschen im Mittelalter. Zentrale Lebensauffassung ist der Glaube an Gott, denn das diesseitige irdische Leben gilt lediglich als Durchgangsstadium ins Jenseits. Gründe für die fehlende Zukunftssicherheit sind Naturkatastrophen, schlechte hygienische Zustände, Hunger und Krankheit, zum Beispiel Lepra und Pest, und daraus resultierend die Allgegenwärtigkeit des Todes. Die Menschen haben große Angst, wegen begangener Sünden in die Hölle zu kommen, und nur die Kirche bietet Möglichkeiten an, die Seele vor dem Fegefeuer zu retten. Das Frömmigkeitsverständnis der Stadtbürger und die Macht der Kirche werden anhand von Skulpturen mittelalterlicher Kirchenbauten erläutert.

Ein weiterer Aspekt der Sendung ist die Darstellung des Lebens im Kloster, das als Ort des Gottesdienstes und der Karitas gesehen wurde. Exemplarisch wird die Armenspeisung vor den Klostermauern und die Bedeutung der klostereigenen Spitäler erklärt. Am Ende zeigt der Film am Beispiel des Ablasshandels die Fehlentwicklungen auf, die sich aus der Monopolstellung der Kirche als einziger Mittlerin zwischen Arm und Reich, zwischen Diesseits und Jenseits, ergeben und zur Reformation führen.

06:40, SWR, 13'52"

Die Stadt im späten Mittelalter. Mauern, Brunnen, Galgenstricke

Der Film gibt eine Vorstellung von den Zusammenhängen zwischen Recht, Ordnung und Pflicht, in die der Bürger einer mittelalterlichen Stadt eingebunden war. Herausgearbeitet werden diese Begriffe anhand der (symbolischen) Bedeutung einzelner städtischer Anlagen: der Stadtmauer als sichtbarer Grenze des städtischen Wehr- und Rechtsbereichs, der Wasserversorgung als wichtiger Voraussetzung für das Städtewachstum und des Galgens als Zeichen der auf Abschreckung beruhenden mittelalterlichen Gerichtsbarkeit.

Mi., 15.11.

06:25, SWR, 14'05"

Die Stadt im späten Mittelalter. Handel, Handwerk, Marktgeschehen

In sechs Abschnitten gibt der Film Einblick in das kommerzielle Leben einer mittelalterlichen Stadt. Am Anfang steht das Leben der Handwerker am Beispiel der Stofferzeugung bzw. des Weinbaus. Der Alltag ist durch die enge Verbindung von Leben und Arbeit gekennzeichnet, aber auch durch die Zugehörigkeit der Handwerker zu den Zünften. Wichtigster Warenumschlagplatz ist der Markt und wichtigstes Zahlungsmittel das Geld. Von einer einheitlichen Währung ist man im Mittelalter aber weit entfernt. Jede Stadt mit Münzrecht kann eigenes Geld in Umlauf bringen Die Verbindung zwischen den Städten stellten die Kaufleute her. Sie unternahmen Handelsreisen und füllten die Kontore und Kaufhäuser mit Waren. Eine Revolution in der Verbreitung von Informationen brachte die Erfindung von Papier und Buchdruck. Aus manchem Handwerker wurde ein reicher Verleger.

06:40, SWR, 14'12"

Die Stadt im späten Mittelalter. Gassen, Ghettos, Baubetrieb

Die Sendung beschäftigt sich mit den Profan- und Sakralbauten und dem häuslichen Leben in der Stadt des späten Mittelalters. Ausgehend vom Bau eines Fachwerkhauses wird die Gefahr der Feuersbrunst und der Übergang zum Bau von Häusern mit Ziegeldächern und aus Stein beschrieben. Geschildert wird das Leben und Arbeiten im Haus in unterschiedlichen sozialen Schichten. In der Beschreibung des Judenghettos von Speyer kommen die besondere rechtliche Stellung der Juden und die Hintergründe der Pogrome zum Ausdruck.

Anhand des Straßburger und Freiburger Münsters wird auf die Bauweise der gotischen Kathedralen und ihre Bedeutung für die Stadt eingegangen. Den Abschluss des Films bildet die Schilderung der Feste, der Gasthöfe und der Badehäuser.

Do., 16.11.

06:25, SWR, 14'30"

Das Mittelalter-Experiment.
1. Wie wurde man Ritter?

Die Sendung stellt den "Traumberuf" Ritter mit einer ausführlichen Jobbeschreibung vor und zeigt Höhepunkte und Gefahren einer Ritterlaufbahn. Das Anforderungsprofil war beeindruckend. Die Anwärter mussten sowohl Kampftechniken als auch höfische Benimmregeln erlernen, auf dem Lehrplan standen zusätzlich Lesen, Schreiben, Brettspiele, Tanz, Gesang und Reiten. Der Aufstieg vom Pagen zum Knappen bis zur Aufnahme in den Ritterstand dauerte sehr lange. Frühestens im Alter von 21 Jahren erhielten die jungen Männer die sogenannte "Schwertleite". Ab nun galt es, sich im Kampf zu bewähren.

06:40., SWR, 14'30"

2. Warum baute man Burgen?

Die Sendung untersucht den Aufbau und die Bedeutung der mittelalterlichen Burg und zeigt im Experiment, wie Angriff und Verteidigung funktionierten.  Mittelalterliche Waffen waren überaus gefährlich. Das beweist der originalgetreue Nachbau einer Armbrust, die sich, in den Händen eines Experimentalarchäologen, als sehr effektiv erweist. Viele Experimente in der Sendung zeigen: In der mittelalterlichen Schlacht gab es weitaus mehr als Schwerterklirren und Kampfgeschrei.

Fr., 17.11.

06:25, SWR, 14'30"

3. Wie lebten die Frauen?

Die Sendung folgt den Spuren der Frauen, die zur Zeit des Konstanzer Konzils am Bodensee lebten. Welche gesellschaftlichen Rollen standen ihnen zu? Wovon lebten sie? Wie sah ihre Kleidung aus und welche Bedeutung hatten die Schnitte, Farben und Accessoires?

 Die Sendung geht diesen Fragen nach und begleitet Wissenschaftler und Spezialisten bei ihren Recherchen und Experimenten.

06:40, SWR, 14'30"

4. Wovon lebten die Bauern?

Was wuchs auf den Äckern des Mittelalters? Was kam auf den Tisch? Wie gesichert war die Ernährung? Welche Rolle spielte der Stand der Bauern im Mittelalter? Die Sendung zeigt, wie eng das Leben der Bauern und die Fragen der mittelalterlichen Ernährung miteinander verbunden waren und geht mit Archäobotanikern und Köchen auf Spurensuche.

Weitere Informationen

Sendung: hr-fernsehen
Mo 06:20 Uhr, Di - Fr 06:25 Uhr

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