Passanten gehen an Allerheiligen in Hessen durch die Innenstadt von Wiesbaden. (dpa)

Mit knapp 34.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages hat das Robert Koch-Institut einen neuen Höchstwert registriert. Noch ist aber nicht klar, welche Rolle der Feiertag Allerheiligen bei dem Anstieg spielt.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages gab es 33.949 neue Corona-Fälle, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Das waren 172 Infektionen mehr als am 18. Dezember, dem Tag des zuletzt registrierten Höchstwertes.

Unklar ist bislang allerdings, inwiefern der Feiertag Allerheiligen am Montag in fünf Bundesländern eine Rolle bei der Entwicklung der Zahlen spielte.

Sieben-Tage-Inzidenz auf 154,5 gestiegen

Vor einer Woche hatte der Wert bei 28.037 Ansteckungen gelegen. Der bisherige Höchststand der dritten Infektionswelle hatte am 22. April bei 29.518 gelegen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI bei 154,5. Am Vortag hatte der Wert bei 146,6 gelegen, vor einer Woche bei 130,2.

Seit Beginn der Pandemie haben sich laut RKI 4.672.368 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

165 Todesfälle binnen eines Tages

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zudem 165 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es noch 126. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 96.192.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Mittwoch mit 3,62 an (Dienstag: 3,29). Bei dem Wert muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden.

Rund 4,3 Millionen Genesene

Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.328.400 an.

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