Ein Airbus der Lufthansa startet am Frankfurter Flughafen über anderen Passagiermaschinen der Airline.  (dpa)

Höhere Ticketpreise und ein anziehendes Reisegeschäft sorgen dafür, dass sich die Lufthansa nach dem Corona-Tief erholt. Seine Verluste kann der Konzern zum Jahresbeginn fast halbieren.

Bei Europas größter Fluggesellschaft Lufthansa ist das Geschäft zum Jahresbeginn wieder deutlich besser gelaufen. Von Januar bis März verdoppelte sich der Umsatz gegenüber dem coronabedingt sehr schwachen Vorjahreszeitraum auf 5,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Demnach flog die Airline-Gruppe operativ einen Verlust von 591 Millionen Euro ein nach rund einer Milliarde vor Jahresfrist. Vom Unternehmen selbst befragte Analysten hatten einen Umsatz von 5,1 Milliarden Euro und ein bereinigtes Betriebsergebnis von 558 Millionen Euro prognostiziert.

"Neubuchungen steigen von Woche zu Woche"

Die Nachfrage habe sich in den vergangenen Wochen deutlich erholt, erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. "Die Neubuchungen steigen von Woche zu Woche – bei den Geschäftsreisenden, aber ganz besonders bei Urlaubs- und Privatreisen."

Der Konzern, zu dem neben den deutschen Airlines Lufthansa und Eurowings noch Swiss, Austrian und Brussels Airlines gehören, plant für das Gesamtjahr ein Flug-Angebot in Höhe von 75 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 ein. Damit soll sich das Ergebnis im Tagesgeschäft im Vergleich zu dem Milliardenverlust des zweiten Corona-Jahrs 2021 weiterhin verbessern. Eine genaue Prognose wagt der Vorstand aber nicht - auch wegen der zuletzt extremen Sprünge beim Kerosinpreis.

Höhere Ticketpreise für Kunden

Die Kunden müssen sich auf höhere Ticketpreise einstellen: Nach Einschätzung der Lufthansa dürften die Durchschnittserlöse im weiteren Jahresverlauf mindestens um einen hohen einstelligen Prozentsatz höher liegen als im Vorjahr. Das wäre auch mehr als vor der Pandemie im Jahr 2019.

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