Pfeile stecken vor römisch angezogenen Bogenschützen im Boden.

Wie sah das Leben in Köln, Münster und Essen einst aus? Wie erobern die Römer die Welt? Wie leben die Römer in der Stadt? Wie bauen die Römer? Wie sichern sich die Römer ihr Imperium? In dieser Sendewoche reisen wir mit "Wissen und mehr" im hr-fernsehen in die Vergangenheit und beantworten diese Fragen.

Montag, 13.03.2023, 07:20 Uhr

Blick von oben auf den Weihnachtsmarkt am Dom in Köln.

Alltagsgeschichten - Leben in …
Die Römer vom Rhein - Leben in Köln
WDR 29'47''
zum Beitrag in der ARD-Mediathek

"Die Römer vom Rhein" zeigt Köln in seiner ersten Blütezeit um das Jahr 150. Clevere Technik und effiziente Verwaltung machten aus der Colonia der Römer einen Leuchtturm römischer Kultur im Norden des Imperiums. Damit die Stadt gedeihen konnte, arbeiteten die ersten Kölner hart am Ausbau und Erhalt der beeindruckenden Infrastruktur. Aus Soldaten wie Lucius, dem Germanen, wurden in dieser langen Friedensperiode Baumeister. Daneben baute sich Römerin Tullia im Schatten des Patriachats eine eigene Karriere auf und trug als Augenärztin zum Wohlergehen der Stadt bei. Tullia musste eine einflussreiche Patientin mit einer Starnadel vor dem Erblinden retten und Lucius sollte die Wasserleitungen der Stadt kurz vor Beginn der römischen Saturnalienfeier reparieren. Das Köln bis heute so erfolgreich ist, verdanken wir auch ihrem Erbe - nicht zuletzt ihren beeindruckenden Straßen und kulinarischen Vorlieben. "Die Römer vom Rhein" führt uns die Herausforderungen des Lebens im römischen Köln vor Augen und zeichnet die vielfältigen Nachwirkungen in unserem Leben heute nach.

Dienstag, 14.03.2023, 07:20 Uhr

In Münster arbeitet die Frauengemeinschaft der Beginen hart, um zu überleben.

Alltagsgeschichten - Leben in …
Die Stadt der Türmer - Leben in Münster
WDR 30'00''
zum Beitrag in der ARD-Mediathek

Das vermeintlich dunkle Mittelalter hat Münster zu der lebenswerten Stadt gemacht, die sie heute ist. "Die Stadt der Türmer" zeichnet nach, wie die Menschen des Mittelalters Münster auf verschiedenste Weise geprägt haben, und findet ihre Spuren in der heutigen westfälischen Großstadt wieder. Der Prinzipalmarkt, Münsters "gute Stube", war schon die Heimat des Stoffhändlers Johann, der einem wichtigen Kunden eine verlorene Lieferung edler Seide ersetzen muss. Die weitgespannten Handelsbeziehungen brachten Reichtum und Ansehen in die Domstadt Münster, die bis heute nachwirken. In der mittelalterlichen Stadt wurde aber auch an die Armen gedacht. Margareta lebte in einer katholischen Frauenwohngemeinschaft, die sich um Alte und Kranke kümmerte. Dabei gerieten die Frauen aber selbst oft in Geldnot. Margareta versucht hartnäckig neue Einnahmequellen für die Gemeinschaft zu finden. "Die Stadt der Türmer" zeigt, wie die Stadt schon im Mittelalter ihren bis heute unverwechselbaren Charakter fand.

Mittwoch, 15.03.2023, 07:20 Uhr

Bergarbeiter Oskar (1. v. r.) auf dem Weg zur Arbeit. Die Zechensiedlungen Essens sind damals noch ziemlich schmutzig.

Alltagsgeschichten - Leben in …
Die Arbeitermetropole an der Ruhr - Leben in Essen
WDR 30'00''
zum Beitrag in der ARD-Mediathek

"Die Arbeitermetropole an der Ruhr" blickt auf die kuriosen Gewohnheiten der Industrie-Elite genauso wie auf die Härten des Arbeiteralltags. Die großen Zechen mit ihrem Versprechen auf Wohlstand haben sich in der Stadt genauso verewigt wie die Lust auf Bewegung in einem modernen Straßenbahnnetz. Der junge Bergarbeiter Oskar kannte alle Höhen und Tiefen des Zechenalltags: von den neuen Arbeitersiedlungen bis zum gefürchteten Staubhusten. Doch die Industrialisierung brachte auch den Wandel. Konnten Menschen wie Oskar vom Wandel profitieren? Auch Kindermädchen Ida wollte Neues wagen. Doch der Job als Kindermädchen in der Fabrikantenvilla stellte sich schnell als goldener Käfig heraus. Konnte sich eine junge Frau an der Schwelle zum 20. Jahrhundert neu erfinden? Der Alltag der Industriezeit macht deutlich: kaum sonst haben sich unsere Städte und das Leben der Menschen so rasant verändert wie damals. "Die Arbeitermetropole an der Ruhr" zeigt, wie nahe Gefahren und Chancen des Wandels vor hundert Jahren an unserer eigenen Lebenswelt sind.

Donnerstag, 16.03.2023, 07:20 Uhr

Das Römer-Experiment
Wie erobern die Römer die Welt?
SWR 14'39''
zum Beitrag in der ARD-Mediathek

Kann man in Sandalen ein Weltreich erobern? Eine eigentlich plausible Frage, wenn man sich die leichten Riemchenschuhe der römischen Legionäre ansieht. Damit sollen sie über die Alpen gezogen sein, durch Wüsten, Wälder und Sümpfe, über hunderte, ja tausende Kilometer? Grund genug für ein ausführliches Experiment: Eine Truppe "Hobby-Römer" testet unter wissenschaftlicher Aufsicht die Ausrüstung der Legionäre - und nicht nur das Schuhwerk. Auch die Waffen - vom Pilum und Schild bis zum Katapult - werden unter die Lupe genommen. Der Film geht der Frage nach, was die Römer so überlegen machte, dass sie über Jahrhunderte ein Weltreich beherrschen konnten. Und dabei spielte nicht nur die Waffen- und Kampftechnik eine Rolle: Organisation und Disziplin innerhalb der Legionen waren ebenso bedeutsam wie das Alltagsleben der Soldaten.

Das Römer-Experiment
Wie leben die Römer in der Stadt?
SWR 14'27''
zum Beitrag in der ARD-Mediathek

Wie machten die Römer ihre Geschäfte? Dieser Frage geht der Film in ihrem doppelten Wortsinn nach und beleuchtet damit auf eigene Art das römische Stadtleben. Ein fiktiver römischer Handwerker wird bei seinem nächtlichen Streifzug durch eine germanische Provinzstadt begleitet. Er sammelt in Amphoren eine anrüchige Flüssigkeit, die für seine berufliche Tätigkeit außerordentlich wichtig ist, denn er ist Tuchfärber. Mit ihm lernen wir den normalen Alltag eines einfachen Römers kennen, seine Arbeit, seine Geschäfte mit den Händlern, sein zu Hause. Aber auch die Orte, welche die Römer in ihrer Freizeit am liebsten aufsuchten: die Thermen und die Kneipen. Und in einem Experiment am Institut für Textil-Konservierung der Fachhochschule Köln wird untersucht, wofür und warum diese übelriechende Flüssigkeit in der Antike beim Färben so wichtig war, dass ihretwegen die Färber des Nachts durch römische Straßen ziehen mussten.

Freitag, 17.03.2023, 07:20 Uhr

Das Römer-Experiment
Wie bauen die Römer?
SWR 14'47''
zum Beitrag in der ARD-Mediathek

Heute sieht die Landschaft in der Eifel fast ordentlich aus, flurbereinigt. Trotzdem bekommt man nur aus der Luft einen guten Überblick über Berge, Täler, Flüsse, Wälder und Wiesen. Die Möglichkeit dieser Perspektive hatten die Römer nicht. Sie mussten sich vom Boden aus orientieren, konnten mal einen Berg erklimmen. Umso erstaunlicher ihre bautechnischen Meisterleistungen - zum Beispiel die Wasserleitung von der Eifel nach Colonia Claudia Ara Agrippinensium, dem heutigen Köln. Über 95 Kilometer weit lieferte sie mineralreiches Quellwasser aus der nördlichen Eifel, circa 20.000 Kubikmeter am Tag. Der Film begleitet das Team um Alexander Zimmermann bei seinen Versuchen, mit rekonstruierten Vermessungsgeräten der römischen Vermessungs- und Baukunst auf die Spur zu kommen. Dabei wird nicht nur der Bau einer Wasserleitung in den Blick genommen: Man erfährt, wie man die normierten Grundrisse für römische Siedlungen, die sogenannten Insulae, vermaß oder wie das typische Wohnhaus der einfachen Römer, das Streifenhaus, gebaut wurde.

Das Römer-Experiment
Wie sichern sich die Römer ihr Imperium?
SWR 14'55''
zum Beitrag in der ARD-Mediathek

Bis ins Rheinland und in den Donauraum dringen die Römer in das Land vor, das sie Germania nennen. Auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands errichten sie drei Provinzen: Germania inferior, Germania superior und Raetia. Doch wie gelingt es den Römern, diese Provinzen über Jahrhunderte gegen Angreifer aus dem freien Germanien zu sichern? Neben dem 550 Kilometer langen Grenzwall, dem Limes, sind es die Flüsse Rhein und Donau, die als "nasse Grenze" Schutz bieten. Aber nur, wenn sie gut bewacht werden. Zum Beispiel mit schnellen Patrouillenbooten, wie dem "Navis Lusoria". Aus geborgenen römischen Schiffswracks erarbeitet ein Expertengremium um Prof. Dr. Schäfer Baupläne und rekonstruiert in aufwändiger Arbeit dieses historische Schiff. Der Film begleitet die Arbeit bis zu den ersten Testfahrten. Aber man will nicht nur wissen, ob das Schiff schwimmt: Die Historiker wollen Aussagen über die Leistungsfähigkeit des Schiffstyps Navis Lusoria machen - und damit auch zur generellen Leistungsfähigkeit dieses Grenzverteidigungssystems an Rhein und Donau.