Skilanglauf BSG Leutasch
Bild © hr/Betriebssportgemeinschaft

Während wir in den vergangenen Jahren den Schnee zum Langlaufen häufig mit der Lupe suchen mussten, haben dieses Jahr mehr als genug davon. Die Nachrichten verkünden Schneechaos und Extrem-Winter in den Alpen und die Zufahrt zum Leutaschtal ist wegen gesperrter Straßen nur über den Umweg Innsbruck möglich.

Doch wir erwischen ein Schönwetterfenster und schaffen es ohne Probleme rauf nach Leutasch. Das Tal empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein und schneeweißer Traumkulisse.

Dann in der Nacht ändert sich das Wetter, und es fängt wieder an zu schneien, und wie! Die Räumfahrzeuge und Loipenraupen kommen mit dem Räumen nicht mehr nach. Unaufhörlich, unerbittlich fällt der Schnee. Wir natürlich trotzdem raus auf die Piste. Das Langlaufen ist nicht einfach in den Unmengen von pappigem Neuschnee, der gerne auch schon mal unter den Skiern festklebt. Etliche Loipen sind auch wegen Lawinengefahr und Schneebruch gesperrt. Doch im riesigen Leutascher Loipennetz bleiben immer noch genug Kilometer befahrbar, um sich so richtig auszutoben.

Es schneit weiter durch die Nacht und in den nächsten Tag. Heute in dichtem Schneetreiben mal ans andere Talende, Richtung Geisterklamm. Geheimnisvoll schneeverhangen ist das Tal. Keine Menschenseele weit und breit. Doch da,ein einsamer Schneeschuhwanderer, der vor uns durch den Schnee stapft. Jetzt biegt er ab zum Gasthof Mühle. Sieht von hinten aus wie unser Sportsfreund Holger auf dem Weg zur Morgenjause.

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Weiter, immer weiter durch den dicht fallenden Schnee. Stille. Pfeift da der Wind oder ruft gar der Geist aus der Klamm? Nein, es ist ein munteres Damentrio aus unser BSG-Gruppe, das sich hurtig von hinten nähert. Der Schnee liegt jetzt so hoch, dass die Loipenspur kaum mehr erkennbar ist. Klassikfahrer und Skater pflügen nun gemeinsam durch den tiefen Schnee auf der Suche nach der idealen Spur. Das Fahren wird mühsam. Am Nachmittag versuchen wir es zu zweit mit Wandern, aber auf den ungeräumten Wanderwegen sinkt man ohne Schneeschuhe teilweise bis zu den Knien ein. Was ist man da dankbar für etwas gebranntes Flüssigobst in Poli's Hütte!

Zum Abend kommt auch noch Schneesturm auf und kurzfristig gehen die Lichter aus. Es rieselt und weht durch die ganze Nacht. Doch morgens ist der Spuk plötzlich vorbei. Am letzten Tag unseres Aufenthalts können wir nochmal auf richtig präparierten Loipen fahren, die nicht gerade wieder unter Neuschnee versinken. Wir geben ein letztes Mal alles, was an Körnern noch in uns steckt. Dann gegen Mittag schnell nochmal ins Hotel zum Duschen und Abfahrt. Auf einmal reißt der Himmel auf und die herrliche Berglandschaft erstrahlt in blendendem Weiß unter blauem Himmel.

Adieu Leutaschtal: Wir kamen und gingen im Sonnenschein. Aber dazwischen, was für ein Schneezauber!