Der Hessische Rundfunk (hr) hat für die Dokumentation „Wie gefährlich ist die Deutsche Bank?“ den „State-Street-Preis“ für Finanzjournalisten 2018 erhalten. Die Autoren Stefan Jäger, Julia Klüssendorf und Ingo Nathusius sowie Cutter Joachim Wölcken sind am Mittag in Frankfurt ausgezeichnet worden.

Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

„Ein rundum gelungenes Feature“, heißt es zur Begründung. Komplexe Sachverhalte würden eingängig erklärt, und niemand sage dem Zuschauer, was er oder sie zu denken habe. Der Film hat die Jury so sehr überzeugt, dass sie entschieden hat, in diesem Jahr einen Sonderpreis zu vergeben.

Die Dokumentation „Wie gefährlich ist die Deutsche Bank?“ lief im August 2017 im Ersten. Nachdem der Internationale Währungsfonds die Deutsche Bank als den „bedeutendsten Träger systemischer Risiken“ bezeichnet hatte, titelten Medien, das Haus sei die „gefährlichste Bank der Welt“. „Da waren wir in den Schlagzeilen“, erzählt der damalige Deutsche Bank-Chef John Cryan, „aus einer Reihe von falschen Gründen.“ Mit dramatischen Folgen. Die Bank - ein Sanierungsfall: Zusätzlich zu den milliardenschweren Altlasten aus kriminellen Geschäften und überbordenden Kosten kam auch noch die Vertrauenskrise. Im Film stehen die wichtigsten Manager der Deutschen Bank Rede und Antwort. Die Dokumentation bietet einen exklusiven Einblick in das Innere des Unternehmens mit noch nie gesehenen Bildern der Firmenzentralen in Frankfurt, London und New York und Interviews mit dem Top-Management, darunter dem damaligen Vorstandsvorsitzenden John Cryan und Aufsichtsratschef Paul Achleitner.

Der Preis wird von der State Street Corporation verliehen, um herausragende publizistische Leistungen mit Bezug zur institutionellen Vermögensverwaltung zu würdigen.

Michael Draeger
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