Die Chefin des IWF, Christine Lagarde, und ARD-Börsenexperte Markus Gürne
Die Chefin des IWF, Christine Lagarde, und ARD-Börsenexperte Markus Gürne Bild © hr/Michael Zeitler

Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hat sich in die Diskussion um den deutschen Außenhandelsüberschuss eingeschaltet und Deutschland erneut zu mehr Investitionen aufgefordert. Das machte sie im Interview mit ARD-Börse TV deutlich.

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Lagarde sagte wörtlich: „Wir halten einen Teil des Überschusses durchaus für gerechtfertigt […] das momentane Niveau ist aber nicht gerechtfertigt.“

Deutschland könne Investitionen nutzen, um in der Weltwirtschaft ein guter Teamplayer zu sein. Investitionen in Innovation senke das Ungleichgewicht und rüste Deutschland gleichzeitig für die Zukunft.  

Im Streit um die Niedrigzinspolitik der europäischen Zentralbank verteidigte Lagarde das Vorgehen der EZB. Dazu sagte sie: „Wir sind der Meinung, dass die EZB, dass jede Zentralbank, unterstützend wirken sollte, solange das Inflationsziel nicht erreicht ist.“ Bis dahin sollte sie ihre lockere Geldpolitik beibehalten. Einschränkend fügte sie allerdings hinzu: „Nicht für immer.“

Das Interview führte Markus Gürne, Leiter der ARD-Börsenredaktion (TV) des Hessischen Rundfunks (hr). Eine Zusammenfassung des Gesprächs sendet der hr im Vorabendprogramm der ARD bei „boerse vor acht“ heute um 19.55 Uhr, außerdem bei hr-Info, dem Inforadio des hr. Das vollständige Interview senden Phoenix heute um 23 Uhr in „Der Tag“, online ist es bei boerse.ard.de, der Internet-Börsenredaktion des Hessischen Rundfunks, zu finden.