Ein Ryanair-Flieger hinter der Fieberkurve der zu späten Nachtflüge
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Im Mai 2018 hat es am Frankfurter Flughafen so viele Verstöße gegen das Nachtflugverbot gegeben wie noch nie. Zu diesem Ergebnis kommt das Datenteam des Hessischen Rundfunks (hr) nach eigenen Recherchen.

Demnach starteten oder landeten im vergangenen Monat 298 Maschinen zwischen 23 Uhr und Mitternacht. 57 Landungen gehen auf das Konto der Fluggesellschaft Ryanair. Die Analyse stützt sich auf Daten des Deutschen Fluglärmdienstes.

Auch bei anderen Fluggesellschaften häufen sich die verspäteten Landungen, seit Ryanair im März 2017 den Betrieb am Frankfurter Flughafen aufgenommen hat. So weist Condor nun mehr Verspätungen auf als in den Monaten des Vorjahres. Im Mai waren insgesamt 3,7 Prozent der Flugzeuge des Unternehmens bei der Landung verspätet – ein Rekordwert für Condor. Bei Ryanair waren es 3,9 Prozent. 

Um auf die Kritik zu reagieren, hat Ryanair die Flüge aus London-Stansted und dem italienischen Catania nach vorne verlegt. Die hr-Datenanalyse zeigt aber auch: Dafür wurde ein anderer Flug aus Bergamo (Mailand) nach hinten verschoben. Bei dieser Verbindung landeten im Juni von den ersten 18 Flügen vier nach 23 Uhr.

Die Zahlen und Grafiken sowie einen ausführlichen Bericht finden Sie auf hessenschau.de.

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Die Datenauswertung ist ein erstes Projekt des neu aufgebauten hr-Datenteams, das sich auf datenjournalistische Recherchen konzentriert. In ihm arbeiten neben Radio-, Fernseh- und Online-Journalisten auch Programmierer und Grafiker.

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