Sender Angelburg
Sender Angelburg Bild © hr / Media Broadcast

Der Sender Angelburg im Landkreis Marburg-Biedenkopf wird am 24. April abgeschaltet. In Abstimmung mit dem ZDF erfolgt keine Umstellung dieses Standorts auf DVB-T2 HD. Davon sind rund 5.000 Haushalte betroffen. Diese können die Programme von ARD und ZDF via Satellit, Kabel und mancherorts auch via Internet empfangen.

Aufbau und Betrieb einer neuen DVB-T2 HD-Sendeanlage am Standort Angelburg für weniger als 5.000 tatsächlich nutzende Haushalte ist vom Kosten-Nutzen-Verhältnis her ökonomisch nicht sinnvoll. Mit Blick auf die politische Forderung nach Beitragsstabilität dient die Abschaltung auch dazu, die Einsparvorgaben der Kommission für die Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) einzuhalten. Die Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit treffen auch für den Weiterbetrieb des Standorts Angelburg im alten DVB-T-Format zu. Die Aufrechterhaltung des Betriebs der veralteten Sendetechnik  würde noch höhere Kosten verursachen als die Umstellung auf DVB-T2 HD. Hinzu kommt, dass die privaten Sender nie über diesen Standort zu empfangen waren. Es hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass in jenen Gebieten, in denen die privaten Veranstalter nicht verbreitet werden, die Nutzung von DVB-T insgesamt deutlich geringer ist.

Je nach Empfangssituation haben Zuschauer nach der Abschaltung gegebenenfalls die Möglichkeit, DVB-T2 HD-Signale im Empfangsbereich des Senders Angelburg mit einer auf den Sender Großer Feldberg vertikal oder auf den Sender Rimberg horizontal ausgerichteten Dachantenne zu empfangen. Zudem ist es in einigen Bereichen möglich, Signale vom WDR-Standort Siegen zu empfangen. Dieser Sender geht voraussichtlich im vierten Quartal 2018 auf den DVB-T2 HD-Standard.

Pressereferent hr-fernsehen und Das Erste
Christian Bender
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Christian Bender
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