Mitglieder des Rundfunkrats sitzen in einem Konferenzraum rund um einen großen Konferenztisch

Der Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks (hr) hat am Freitag, 13. Dezember, dem von hr-Intendant Manfred Krupp vorgelegten Haushaltsplan 2020 einstimmig zugestimmt.

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zum hessenschau.de Video hr-Rundfunkrat genehmigt Haushaltsplan 2020

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Für das kommende Jahr plant der hr Aufwendungen in Höhe von 594 Millionen Euro, denen Erträge von 512 Millionen Euro gegenüberstehen. Handelsrechtlich ergibt sich damit ein Fehlbetrag in Höhe von rund 82 Millionen Euro. Die Liquidität ist allerdings bis in die nächste Beitragsperiode 2021-2024 gesichert.

Woraus entsteht der hohe Fehlbetrag?

"Unsere umfangreichen Sparanstrengungen werden durch die anhaltende Niedrigzinsphase und den seit 2009 ausbleibenden Inflationsausgleich pulverisiert", erläuterte Manfred Krupp in seiner Haushaltsrede. "Gleichzeitig gilt es, mit den bestehenden Mitteln das Haus in Zeiten des Medienwandels fit für die Zukunft zu machen. Dazu haben wir einen tiefgreifenden Veränderungsprozess angestoßen, den wir im kommenden Jahr konsequent fortsetzen werden", so Krupp zu den Herausforderungen. Die Rahmenbedingungen seien so schwierig wie noch nie in der Geschichte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

"Müssen als modernes Medium auf der Höhe der Zeit sein"

"Wir verändern im Hessischen Rundfunk unsere Strukturen und Arbeitsweisen grundlegend. Als modernes Medium müssen wir auf der Höhe der Zeit sein, um auch in Zukunft alle Menschen in Hessen zu erreichen. Nur so können wir unseren Informations- und Integrationsauftrag erfüllen", betonte Manfred Krupp. "Unsere linearen Angebote sind etabliert, und viele Menschen integrieren diese in ihren Alltag: sei es die Hessenschau um 19.30 Uhr oder Hörfunknachrichten zur vollen Stunde. Das ist uns sehr viel wert. Wir müssen aber auch den veränderten Nutzungsgewohnheiten entsprechen, neue digitale Angebote im Netz und Raum für Innovationen schaffen", ist Manfred Krupp überzeugt. Mit hessenschau.de und dem hr-Kanal in der ARD-Mediathek gebe es wichtige Standbeine, deren Ausbau hohe Priorität habe.

"Es braucht die Unterstützung von Gesellschaft und Politik"

Für Harald Brandes, Vorsitzender des Rundfunkrats, ist der vorgezeichnete Weg richtig und notwendig, um den Herausforderungen zu begegnen: "Die Kernfrage lautet doch: Wie können wir stärker mit unseren Themen durchdringen und auch auf digitalen Kanälen möglichst viele Hessen mit professionell aufbereiteten Informationen erreichen? Nur dann hat der hr als eigenständiges Medienhaus auch weiterhin eine Zukunft." Hierzu brauche es die Rückendeckung der Gesellschaft, aber vor allem auch die Unterstützung der Politik: "Der Rundfunkbeitrag ist seit zehn Jahren nicht erhöht worden. Mit großer Sorge sehe ich, wie schwer sich Spitzenpolitiker in einzelnen Bundesländern tun, eine angemessene Finanzierung der ARD sicherzustellen, die es ermöglicht, dem öffentlich-rechtlichen Auftrag in seiner Vielfalt auch in Zukunft gerecht zu werden."

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Über den hr

Der Hessische Rundfunk (hr) verbindet seit über 70 Jahren Hessen in seiner Vielfalt. Neben dem Funkhaus in Frankfurt ist die öffentlich-rechtliche Landesrundfunkanstalt mit Studios in Kassel, Fulda, Gießen, Wiesbaden und Darmstadt vertreten und hat zusätzliche Korrespondentenbüros in allen Regionen Hessens. Der hr erreicht werktäglich mit seinen sechs Hörfunkwellen, dem hr-fernsehen und den Internetangeboten (u. a. hessenschau.de) 64 Prozent aller Hessen ab 14 Jahren – dies sind über drei Millionen Menschen pro Werktag. Mit seinen rund 1.700 Arbeitnehmern und etwa 880 freien Mitarbeitern ist der hr als Arbeit- und Auftraggeber ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

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Christoph Hammerschmidt


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