Das Preisträgerteam des hr, ausgezeichnet mit dem Childhood Award 2019 für „Opfer ohne Stimme“

Große Ehre für ein Autorenteam des Hessischen Rundfunks (hr): Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden zeichnet im Namen der World Childhood Foundation Deutschland elf hr-Journalist*innen aus. Sie bekommen den Childhood Award 2019 für das multimediale Themenspecial „Opfer ohne Stimme – Wie wir unsere Kinder vor Gewalt schützen“.

Die Schirmherrin und Gründerin ehrt damit am Donnerstag, 5. September, in Heidelberg Petra Boberg, Heike Borufka, Stefan Ehlert, Bettina Emmerich, Daniela Klein, Sabine Mieder, Dominik Nourney, Christine Rütten, Klaudija Schnödewind, Christina Sianides und Frederik von Castell.

„Wichtiger Beitrag zur Aufklärung bei Kindesmisshandlung“

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zum Download Das Preisträgerteam des hr, ausgezeichnet mit dem Childhood Award 2019 für „Opfer ohne Stimme“ (v.l.n.r.): Dominik Nourney, Sabine Mieder, Petra Linke, Daniela Klein, Petra Boberg, Christina Sianides, Heike Borufka und Christine Rütten. Nicht im Bild: Bettina Emmerich, Stefan Ehlert, Klaudija Schnödewind und Frederik von Castell.

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Die Kinderschutzorganisation vergibt den Preis an Initiativen und Personen, die sich in besonderer Weise mit dem Thema Gewalt an Kindern auseinandersetzen. „Das Autorenteam hat sich des Themas mit einem hohen Maß an Präzision und Sorgfalt angenommen. Mit seinem Dossier ist es gelungen, eine umfangreiche und multiperspektivische Recherche durchzuführen, die das Thema auf unterschiedlichen Ebenen beleuchtet“, begründet die Stiftung ihre Wahl. Das Autorenteam leiste damit auf anschauliche und verständliche Weise „einen wichtigen Beitrag zur Informations- und Aufklärungsarbeit im Bereich der Kindesmisshandlung“.

„Opfer ohne Stimme“: große Resonanz

Im Mai 2018 hatte das Team von hr-iNFO und hr-fernsehen mit einem Radioschwerpunkt und dem ARD-weit ausgestrahlten Film „Wenn Eltern ihre Kinder misshandeln“ für ein großes Echo in Politik und Fachwelt sowie beim Publikum gesorgt. Flankiert von einer Studie der Hochschule Koblenz zeigten die Autor*innen auf: Viele Jugendämter in Deutschland sind für den Kampf gegen Kindesmisshandlung unzureichend gerüstet. Die Gründe: zu viele Fälle, zu wenig Personal und eine unzureichende Ausstattung. Was das für betroffene Kinder und Familien bedeutet, wurde auch im bereits preisgekrönten Online-Special von hr-iNFO „Gewalt gegen Kinder – Folgen und Auswege“ aufgezeigt.

20 Jahre World Childhood Foundation

Den Childhood Award übergibt Königin Silvia von Schweden persönlich. Die Jubiläumsgala im Heidelberger Schloss ist Teil der zweitägigen Veranstaltungen zum 20-jährigen Bestehen der World Childhood Foundation. Am Vormittag des 5. September wird in Anwesenheit der Königin das neue Childhood-Haus in Heidelberg eingeweiht. Ein weiteres Haus ist perspektivisch in Hessen angedacht. In diesen Einrichtungen bekommen Kinder und Jugendliche, die Opfer oder Zeugen von körperlicher oder sexueller Gewalt geworden sind, psychologische, medizinische und rechtliche Hilfe.

Die World Childhood Foundation wurde 1999 von der schwedischen Königin gegründet. Sie ist auch Schirmherrin der Stiftung, die sich in 15 Ländern mit über 100 Projekten zum Schutz sexuell missbrauchter Kinder und Jugendlicher engagiert.

Weitere Informationen

Das Thema im Radio und im Netz

Heute und am 5. September stellt hr-iNFO im Radio das Themenspecial „Opfer ohne Stimme – Wie wir unsere Kinder vor Gewalt schützen“ noch einmal vor. Das große hr-iNFO-Online-Dossier „Gewalt gegen Kinder – Folgen und Auswege“ ist abrufbar unter hrinforadio.de/programm/dossiers/kindeswohl. Die Fernsehdokumentation „Wenn Eltern ihre Kinder misshandeln“  wiederholt das hr-fernsehen am Donnerstag, 19. September, um 23.15 Uhr. Informationen zum Childhood-Haus unter: childhood-haus.de

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Hartmut Hoefer


Pressereferent
Team Hörfunk und Orchester
Hartmut Hoefer
Telefon: +49 (0)69 155-5012
E-Mail: hartmut.hoefer@hr.de