Der Tatverdächtige im Fall des ermordeten CDU-Politikers Walter Lübcke, Stephan E., ist - anders als bislang angenommen - in Hessen aufgewachsen. Nach Recherchen des Hessischen Rundfunks (hr) stammt er aus Hohenstein im Untertaunus.

Im Gespräch mit dem hr sagte der Bürgermeister von Hohenstein, Daniel Bauer: „Während der Zeit, in der er hier gewohnt hat, ist er auffällig geworden durch ausländerfeindliche Aktionen. Gegipfelt ist das in dem versuchten Rohrbombenanschlag, der ihm dann eine Haftstrafe eingebracht hat“. Den Anschlag von 1993 hat Bauer noch in Erinnerung, er galt dem   Asylbewerberheim im vier Kilometer entfernten Steckenroth, ebenfalls ein Ortsteil von Hohenstein. „Er hat ein Auto angesteckt, darin eine Rohrbombe platziert, die dann eben mit dem Brand explodieren sollte, aber das ist Gott sei Dank nicht zustande gekommen, die Asylbewerber konnten seinerzeit den Brand löschen“, so Bauer, der seit 2013 Bürgermeister von Hohenstein ist. Laut Daniel Bauer ist Stefan E. 1999 weggezogen.

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