Platzhalterbild PM hr allgemein

In einem internen Schreiben, das dem Hessischen Rundfunk vorliegt, warnt Lufthansa die zum Streik aufgerufenen Flugbegleiter vor möglichen rechtlichen Schritten.

In der im Intranet des Unternehmens veröffentlichten Mitarbeiterinfo heißt es, Flugbegleiter die nicht zum Dienst erscheinen, würden als streikend erfasst. Weiter heißt es: „Ihr Gehalt wird entsprechend gekürzt, und es werden im Nachgang weitere arbeitsrechtliche Maßnahmen geprüft“.

Die Lufthansa bezeichnet den für kommenden Sonntag angekündigten Warnstreik als, so wörtlich: „wilden Streik“. Die Lufthansa hält die Gewerkschaft UFO derzeit nicht für tariffähig und schließt daraus: „Ufo kann also keine Tarifverträge verhandeln oder unterzeichnen und auch nicht zu einem wie auch immer gearteten Streik aufrufen“.

Anders als bei vergangenen Streiks, will Lufthansa keinen Sonderflugplan auflegen. Vielmehr will die Fluggesellschaft alle Flüge wie geplant durchführen.

In einem weiteren Schreiben ruft die Lufthansa deswegen bereits Flugbegleiter auf sich zu melden, wenn sie am Sonntag zum Dienst erscheinen wollen, dass gilt auch für „Kolleg/innen ohne geplante Einsätze, die generell bereit wären, während ihrer einsatzfreien Zeit Flüge wahrzunehmen“.

Die Flugbegleitergewerkschaft will am Sonntag, 20. Oktober, zwischen 6 Uhr und 11 Uhr die Standorte Frankfurt und München bestreiken.

Hartmut Hoefer


Pressereferent
Team Hörfunk und Orchester
Hartmut Hoefer
Telefon: +49 (0)69 155-5012
E-Mail: hartmut.hoefer@hr.de